057 – SSS 1. Ausbildungstoern – mein 6. Törn

057 – SSS 1. Ausbildungstoern – mein 6. Törn

In Folge 057 – SSS 1. Ausbildungstoern – mein 6. Törn beschreibe ich dir meinen 1. SSS Ausbildungstörn, der von Flensburg in die “Dänische Südsee” und wieder zurück ging. Die Prüfung war am 27.07.2012 vor Sonderborg (Dänemark) und rate mal, ob ich bestanden habe oder nicht 🙂

Ich reise ja aus dem Saarland zu meinen Segeltörns und Flensburg ist zwar weit, aber immerhin für mich recht günstig, wenn ich den Termin vorzeitig kenne. Und so fuhr ich mit der Bahn für 73,50 hin und zurück nach Flensburg und von da sind es ja nur 1,5 Km bis zur Marina im Jaich. Ich glaube bei dem Törn bin ich da mit dem Bus hingefahren, ich bin aber auch schon hin gelaufen. Ich habe ja immer nur wenig Gepäck dabei.

Vom 21.07. bis 28.07.2012 sollte nun die “La Villa” damals noch im Dienst vom Skipperteam mein Zuhause sein, dass ich mit 6 Jungs teilen durfte. Unser Skipper war sehr erfahren und witzig und wir hatten von Anfang an ein lockeres Klima an Bord und sollten noch viel lernen.

Sonntag morgen ging es dann nach der Sicherheitseinweisung, die auch schon Bestandteil der theoretischen Fragen von der praktischen SSS Prüfung sind, los in die dänische Südsee.

Übrigens bevor du die SSS Prüfung machen kannst musst du dich vorher zur Prüfung anmelden, entweder über deine Schule oder wie ich eben selbst. Dazu erfährst du in Folge 58, die ich am Montag ausstrahlen werde, näheres.

Was ich dir heute erzählen möchte ist vor allem der Ablauf der Prüfung selbst.

Erst mal rüber nach Dänemark

In der Flensburger Förde war natürlich richtig was los so mitten im Sommer. Das Wetter war traumhaft, baden war natürlich auch möglich, wobei ich nur einmal in Dyvik im Wasser war und so war der gesamte Törn von den Bedingungen her ziemlich genial.

Sonderborg ist immer wieder ein schönes Plätzchen für eine Übernachtung im Stadthafen. Interessant bei den Dänen ist ja, dass man seine Übernachtungsgebühr einfach im Automaten mit EC Karte zahlen kann, was allerdings ein wenig aufwändiger ist für denjenigen der die Bordkasse führt, weil er entweder alles mit seiner Karte vorstrecken muss oder sich immer wieder einen neuen suchen muss, der die Gebühr übernimmt. Natürlich wird das dementsprechend verrechnet.

An die genaue Route kann ich mich nicht mehr genau erinnern aber daran, dass wir immer alle die unterschiedlichen Manöver fahren konnten.

Donnerstag ging es dann von Dyvik unter Spinaker den Als Fjord runter. Vorm Als Sund in den wir abbogen wurde der Spi wieder von den Jungs geborgen und irgendwann lagen wir wieder fest in Sonderborg.

Prüfungstag

Für 10 Uhr waren am Freitag morgen die Prüfer angesagt. Hier oben kommen scheinbar immer zwei an Bord. In Mallorca war es letztens nur einer.
Sie kamen auch pünktlich.
Ich weiß nicht ob das immer so ist, bei mir war es jedenfalls immer so, dass einer der Crew immer total nervös ist. Da heißt es dann bei sich bleiben und sich nicht anstecken lassen. Beim praktischen Teil hatte ich noch nie Probleme, bei mir ist es eher die Theorie, die nicht so genau wieder gegeben werden kann.
Aber die Prüfer sind da häufig sehr freundlich und helfen auch gerne weiter bzw. drücken ein Auge zu.

Wir hatten einen an Bord der hatte den Schein schon und er wollte auch nicht an Bord bleiben und so waren wir 5 Prüfinge.
Einer der Prüfer ist für den Prüfungstag der Chef und dieser hat uns dann erst mal über die rechtlichen Dinge informiert und dann ging es auch schon los.

Prüfung

Es wurde gefragt wer zuerst mit dem einen Prüfer nach unten gehen möchte und ich meldete mich freiwillig, weil ich es hinter mich bringen wollte.
Ich wurde unten nach dem Barometer gefragt, nach der Sicherheitsweste und sowas und derweil wo ich unten war legten die Jungs oben an und ab. Es war etwas Schwell im Stadthafen aber sie haben das alle gut hin bekommen. Als ich nach oben kam waren wir schon auf dem Weg in die Bucht vor Sonderborg.

Dort durfte dann jeder sein Rettungsmanöver unter Segel und unter Motor fahren, ab und zu wurde auch noch nach dem Kurs gefragt und nach ner Landmarke und einer nach dem anderen übernahm das Ruder, bzw. ging runter zum zweiten Prüfer und stand dort Rede und Antwort.

Irgendwann waren dann alle durch und ich durfte dann auch noch ein Anlegemanöver machen.

An dem rechten Pier nach der Einfahrt in den Stadthafen lag morgens noch das Schiff der Königsfamilie. Inzwischen war es aber weg und ich fragte ob es denn egal sei wo ich die Prüfer von Bord lassen soll. Ja, das wäre egal. Also nahm ich den einfachsten Platz und legte mit der Steuerbordseite ganz easy und mit viel Platz eben auf dem “Parkplatz” der Großschiffe an. Wir blieben ja nur kurz, da wir gleich weiter Richtung Flensburg wollten.

Tja, und dann wurden noch schnell die Formalitäten erledigt, die Prüfer gingen von Bord und wir hatten alle bestanden. Jipiiihh.

Unser Kollege war auch schon in der Nähe, er kam an Bord und wir segelten zurück in die Flensburger Förde. Dort hatten wir sogar noch Wind von Achtern und konnten Schmetterling fahren und so endete am Freitag Abend dieser Segeltörn mit einem sehr zufrieden Skipper und glücklichen Crewmitgliedern in einem der vielen Restaurants in Flensburg.

Resümee

Dank der netten Prüfer, vor allem desjenigen, der an dem Tag das Sagen hatte, war die Prüfung total entspannt abgelaufen und dank der super Vorbereitung unseres Skippers hatten auch alle die nötige Sicherheit bei der Praxis und alle haben bestanden.

Für mich war das jetzt der Start mich ums Mündliche zu kümmern. Aber das dauerte eine Weile und wie das weiter ging mit meiner Ausbildung erzähle ich dir gerne in einer anderen Folge.

Am Montag gibt es dann neben den spezifischen Fragen zum SBF Binnen noch Folge 058 mit genauen Infos zum SSS.

Und bis dahin wünsche ich dir,
wie immer

LEBE FREIHEIT

DEINE

MONI

Veröffentlicht von

www.segelpodcast.com

Bei Segelpodcast.com von und mit Monika Bubel bekommst du mein gesamtes Segel Wissen und das von meinen Interviewpartnern. Egal ob du schon segelst oder es lernen möchtest, hier bist du genau richtig, wenn du in erlebten Geschichten mehr übers Segeln erfahren möchtest. Bootsführersschein. Sicherheit. Bordleben sind nur einige der Themen. Ich berichte auch von meinen aktuellen Erlebnissen unterwegs und werde immer mal wieder über meine Lieblinge die Wale und Delfine reden. Ich freue mich auf DICH. Einschalten. Zuhören. Relaxen. Lernen. Inspirieren lassen. Tun und FREIHEIT leben. Ich freue mich auf deine Kommentare, Monika

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