047 – Live SKS Törn vor Mallorca Teil 1

047 – Live SKS Törn vor Mallorca Teil 1

In der Folge 047 – Live SKS Törn vor Mallorca Teil 1 berichte ich dir live aus Mallorca was ich mit meiner 6 köpfigen Crew während des SKS Ausbildungstörns alles unternommen haben.

047 – Live SKS Törn vor Mallorca Teil 1 – Los geht´s

Ich grüße dich heute aus Mallorca. Ich bin in der Marina von El Arenal und da mache ich einen SKS Ausbildugnstörn, bei dem ich die Skipperin bin und ich werde dich jetzt mitnehmen auf diesen Törn und immer mal wieder zwischendurch, wenn ich dran denke, etwas sagen wie das hier abgeht bei diesem Törn.

Boarding

In diesem Fall war das so gewesen, dass die Crew am Samstag um 16 Uhr an Bord gekommen ist. Also nicht tröpfchenweise, das habe ich auch schon erlebt, sondern wirklich um 16 Uhr sollten die alle da sein. Es hat dann doch ein bisschen länger gedauert bis alle da waren, weil zwei hatten einen späteren Flug, die hatten den ersten verpasst und haben dann einen neuen Flug gebucht und sind dann etwas später gekommen.

Nach der ersten Begrüßung und dem ersten kennen lernen ist es dann erst mal so, dass man einkaufen geht. Und das haben wir dann so gemacht. Wir haben erst mal besprochen was noch an Bord ist und was noch benötigt wird. Dazu gibt es eine Essensliste, die wir dann durchgegangen sind. Dann haben wir besprochen ob wir Essen gehen möchten oder ob wir lieber an Bord kochen in dieser Woche und dann haben die, die kochen möchten ihre Wünsche geäußert, was sie brauchen.

Und dann sind zwei Mann zum Mercadona gelaufen, der hier in 10 Min. fußläufig zu erreichen ist. Und haben dann drei Wägelchen voll gemacht. Vor allem mit Getränken. Das macht Sinn Getränke da einzukaufen wo man die Möglichkeit dazu hat und nicht schleppen muss. Und dann sind die mit dem Taxi hier her gefahren und wir haben alle zusammen die Einkäufe ausgeladen. Während die zwei einkaufen waren hatten die anderen frei.

Dann haben wir die ganzen Sachen verstaut. Derweil sind auch unsere Nachzügler gekommen und dann waren wir komplett und gingen Essen. Aus Einfachheitsgründen haben wir dann nicht an Bord gekocht, da hatte auch keine mehr Lust zu. Am Anreisetag ist man ja immer ein bisschen erledigt und fertig und dann waren wir im Marinarestaurant. Und beim Essen haben wir uns gegenseitig ein bisschen vorgestellt und hatten eine angenehme Zeit da. Wir konnten uns ein bisschen beschnuppern. Die Crew die ich hier hab, ist klasse. Sehr nette Leute. Ein Ehepaar, Papa und Sohn und zwei Freunde, die sich schon ewig kennen und ihre Familien einmal zu Hause gelassen haben.

Ja, und dann sind wir wieder an Bord gegangen und ich habe denen noch erzählt wie die Toilette funktioniert und das Gas. Also alles vorbereitet, dass wir morgen früh auch frühstücken können. Wobei, wenn wir Landstrom haben können wir auch mit dem Wasserkocher Wasser für den Kaffee heiß machen.

Neuer Tag mit viel Input

Und dann war klar: Um 8 Uhr wird aufgestanden, um 9 gibt es Frühstück und um 10 Uhr fängt dann die nächste Sache an die dann kommt, was in unserem Fall, jetzt heute die Sicherheitseinweisung war. Ich habe dann alles Wichtige eben mit der Crew besprochen. Inzwischen haben wir 13 Uhr. Das war sehr ausführlich, sehr intensiv.

Über Sicherheitseinweisung habe ich eine extra Folge gemacht: http://segelpodcast.com/020-crew-und-sicherheitseinweisung.

Und dann habe ich denen alles erklärt was an Bord wichtig ist. Es ist ja ein SKS Törn, es sind aber nur zwei dabei, die auch geprüft werden. Das wird am Freitag sein. Also Samstag ist Ankunftstag, dann wird die Woche über trainiert, Freitag ist Prüfung und am Samstag um 8 Uhr darf die Crew wieder von Bord gehen. Und wird dann wohl super viel gelernt haben. Und zwei sind dann ja auch dabei, die wahrscheinlich ihre praktische SKS Prüfung bestanden haben.

Und jetzt nach der Sicherheitseinweisung haben wir noch eine kleine Pause, da bereiten jetzt noch ein paar was zu, damit wir noch ein bisschen Essen in den Bauch bekommen und dann geht es raus auf´s Wasser und wie es dann weiter geht, das erzähl ich dir dann, wenn ich noch mal Zeit dazu finde.

Bis dahin

Tschüssjen

Hallo hier bin ich wieder.

Es ist jetzt Sonntag Abend. Wir liegen in einer wunderschönen Bucht (bei Illetas) in der Bahia de Palma vor Anker. Wir haben heute super viel gemacht. Ich habe ja 6 Schüler bei diesem SKS Törn, aber nur zwei werden am Ende die Prüfung machen am Freitag. Die anderen 4 wollen lernen. Und die haben heute mal das Schiff kennen gelernt, wenn es unter Motor fährt, wenn man nach Kurs fährt. Also da habe ich dann gesagt: Fahr mal 180°, fahr mal 240°. Und dann haben sie mal das Schiff kennen gelernt was das Ruder betrifft. Wie man es steuert.
Dann haben wir ein bisschen die Schaltung kennen gelernt. Es gibt ja nur Vorwärtsgang, Leerlauf und Rückwärtsgang und da haben wir dann Vorausfahrt gemacht mit der Fahrtgeschwindigkeit von max. 1800 Umdrehungen oder ein bisschen weniger. Und dann Aufstoppen. Vom Leerlauf in den Rückwärtsgang hinein und dann mit einem kurzen Pusch im Rückwärtsgang einigermaßen zum stehen zu kommen.
Wir sind dann auch mal rückwärts gefahren, um zu gucken wie das Boot reagiert und nachdem alle meine Gäste das gemacht haben da war dann schon ein bisschen Zeit vergangen natürlich und dann haben wir die Genua zunächst gesetzt und dann haben alle gelernt wie man die Winschen bedient, wie man die Schoten bedient und dann haben wir ein paar Wenden gefahren ohne Großsegel. Da hatten wir dann zwar nicht all zu viel Speed drauf, aber das ging trotzdem ganz gut.
Wir haben im Moment Seewind. Also von See kommend bläst er aufs Land zu. Hatten wir gehabt. Das liegt hier an der Thermik, wegen der Berge die da Mitten in Mallorca sind und dann haben wir halt meistens südliche Winde, was heute auch der Fall war.

Wenden

Ja, und dann haben wir Wenden gefahren und immer schön auch an den Schoten gewechselt. Ja und dann hatten wir noch ein bisschen Zeit, aber auch noch ein bisschen Strecke bis zu der Bucht, wo ich für die Nacht hin wollte. Und dann haben wir die Genua noch mal rein geholt, natürlich immer mit den Kommandos, die da zu üben sind und dann, als die Genua drin war und wir wieder unter Motor, haben wir uns schön in den Wind gestellt und das Groß gesetzt.

Segel setzen

Wir haben hier ein Rollgroß und da muss man auch ein bisschen vorsichtig sein beim raus holen. Erstens mal, dass man genau im Wind steht, die Großschot muss los sein, damit der Baum schwingen kann und kein Druck ins Segel kommt beim setzten. Und ich habe hier auf der Bavaria 43 eine Mastkurbel, also einer muss an den Mast beim Setzen des Groß. Natürlich immer schön gesichert. Wir haben Rettungswesten an, den ganzen Törn, wenn wir auf dem Wasser sind. Wenn wir fest sind können wir sie dann wieder aus ziehen. Also hier vor Anker haben wir dann auch keine mehr an. Aber unterwegs wird Weste getragen und auch das Einpicken geübt, weil wenn nicht hier gelernt, wann sonst.

Da hat sich also einer eingepickt, ist vorne an den Mast mit ner Winschkurbel und der andere hat dann den Unterliekstrecker bedient und so haben wir das Segel dann mit der Stellung “FREE” raus geholt im Wind stehend. Die Großschot wieder fest gemacht, den Mann am Mast wieder zurück geholt, nachdem sie fest war. Der Rudergänger ist abgefallen, damit wir ein bisschen Winddruck bekamen und der Motor kann dann auch schon aus gemacht werden.
Und dann ging es weiter mit dem Setzen der Genua, das wird dann über die Furlingleine gemacht. Nachdem sie aufgeklart ist und die Bremse gelöst zieht einer an der Backbord oder Steuerbort Genuaschot. Je nachdem wo gerade der Wind her kommt und damit die Genua nicht gleich raus rauscht legen wir die Furlingleine noch über eine Klampe, damit die Kraft gebrochen wird und so kann derjeniger, der da hinten die Furllingleine bedient die Genua ganz langsam vorne rausrollen lassen und der andere an der Genuaschot zieht und so bekommt man die Genua ganz leicht und kontrolliert heraus, was man am einfachsten macht bei halbem Wind. Wenn man ein wenig Winddruck hat rollt sie sich schön ab. Bei wenig Wind geht das total easy und je mehr Wind man hat, desto mehr muss man darauf aufpassen, dass die Genua nicht raus rauscht.

Dann werden die Schoten belegt und dann haben wir Großsegel und Vorsegel gesetzt und waren unter Segel. Dann haben wir noch ein bisschen Wenden geübt, da bin ich mir aber jetzt nicht mehr sicher. Ja und dann ging es Richtung Bucht. Ein paar Leute durften dann steuern. Am Wind Kurs hatten wir bis dahin und da haben wir auch ein paar Wenden gemacht.

Ankermanöver

Und dann kam am Schluss noch das Ankermanöver, weil wir ja hier jetzt vor Anker liegen. Da habe ich dann zunächst erklärt wie diese Ankerwinsch vorne am Bug funktioniert. Wir haben ziemlich viel Kette hier im Kasten vorne drin. 100 Meter. Die Schiffe die ich so kenne haben normal so um die 50 Meter Kette. Es kommt auch darauf an wie schwer das Boot ist. Ja, und die Wassertiefe lag so bei 8 Meter, da nimmt man die 3 bis 5 fache Länge. Je mehr Kette, desto besser hält das dann aber der Schwojkreis wird natürlich dann auch weiter. Da hatten wir dann zunächst ein bisschen zu viel Kette draußen. Da hatte ich dann schnorchelnd noch mal nach geguckt, später als wir fest waren. Habe festgestellt: O.K. die ist jetzt ein bisschen zu lang, da kommen wir der Küste etwas zu nah. Und dann habe ich noch mal ein paar Meter rein holen lassen unter Standgas, also ohne dass wir Vortrieb hatten, damit die Winsch, die ja elektronisch bedient wird, damit die auch genug Saft bekommt. Da haben wir den Motor dann noch mal angemacht und noch etwas Kette wieder rein genommen.

Abendessen

Ja, und derweil hatten dann schon zwei Jungs lecker Spaghetti mit ner roten Gemüsesoße gemacht. Ich habe die Sosse dann leider nicht gesehen. Wir hatten oben im Cockpit gesessen und da war es doch schon recht dunkel inzwischen.

Um 19.50 Uhr hatten wir den Anker dann fest. Gegessen hatten wir dann um kurz vor 21 Uhr denke ich und inzwischen ist es 22.30 Uhr oder so und wie das jetzt weiter geht mit diesem Ausbildungstörn zum SKS, dass werde ich dir dann berichten, wenn ich noch mal Zeit finde.

Jetzt werde ich erst einmal die Äuglein zu machen und eine runde schlafen. Ja bis dann, ich melde mich wieder Tschüss.

Montag 12.09.2016

Hallo,
hier ist wieder die Moni. Heute ist Montag der 12.09.16 etwa 22:20 Uhr. Wir hatten heute morgen ein gemütliches Erwachen in einer tollen Bucht. Und nach einem Schwimmchen und einem schönen Frühstück da sind wir dann raus motort und haben dann die ersten Übungen gemacht. Erst mal auf dem Teller drehen, da haben wir dann festgestellt, dass unser Schiff einen recht kleinen Wenderadius hat. Und dann sind wir ein bisschen weiter raus gefahren und haben das Boje über Bord Manöver unter Maschine gemacht.

Und dann kam auch schon ein bisschen Wind auf und dann haben meine Schützlinge jeder einen Manöverkreis unter Segel gefahren. Entweder über den Steuerbordbug oder den Backbordbug. Das haben sie alle gut hin bekommen und herausgefunden wo der Wind her kommt. Das hat schon richtig gut geklappt. Und dann sind wir dann auch schon über gegangen zum Boje über Bord Manöver unter Segel. Das haben wir dann heute das erste Mal geübt, nachdem ich das ausführlich erklärt habe. Sie hatten dann auch so einigermaßen verstanden was ich will. Und nach dem 4. 5. Mal hat dann jeder ungefähr verstanden wie das abläuft mit der Q Wende beim Boje über Bord Manöver. Wir hatten die Boje dann auch glaube ich nur zwei Mal verpasst. Ja genau, und dann war es Zeit für einen Mittagssnack.

Beiliegen zur Mittagszeit

Es gab einen feinen Salat in einem Beilieger. Und dann haben wir noch ein bisschen geredet, hatten noch einen Nachtisch und haben dann das Geschirr noch weg gemacht. Ich habe noch ein wenig geruht. Ich bin etwas angeschlagen ich habe Halsweh. Und dann ging es schon wieder weiter mit den nächsten Manövern. Da haben wir dann auch wieder Boje über Bord Manöver gemacht.

Auf jeden Fall hat meine Crew das alles super hin bekommen und irgendwann waren dann auch alle mal dran und die Zeit war schon recht fortgeschritten. Wir hatten uns vorher überlegt, dass wir noch einmal in eine Bucht fahren möchten. Und das haben wir dann auch getan. Der Wind hatte uns leider ein bisschen in die andere Richtung getrieben und so haben wir nach dem Segel bergen dann den Motor angemacht und sind dann in die Bucht motort, so 6 Meilen etwa.

Und dann hatten wir ein Ankermanöver das war eigentlich ganz O.K. aber es war nicht so der Platz, den ich wollte und dann haben wir den Anker noch einmal hoch geholt und noch mal neu angesetzt und jetzt ist der Anker schön vergraben, da haben schon ein paar meiner Leute danach geguckt beim schnorcheln.

Und dann hatte es schon mal ne Vorspeise gegeben vorm Abendessen. Dann sind noch mal alle Schwimmen gegangen. Dann gab es ein super feines Abendessen, das auch erst vor kurzem beendet war und jetzt schnacken die da draußen noch ein bisschen und ich bin ziemlich müde und habe mich in die Koje zurück gezogen und dann schauen wir mal was sich morgen so ergibt.

Es soll ein bisschen mehr Wind geben. Wir haben schon mal beschlossen in eine Marina zu fahren, das sollten wir auch langsam mal tun, weil unser Wasser ein bisschen weniger geworden ist. Also für noch eine Nacht würde das wahrscheinlich nicht reichen. Und dann werden wir vermutlich nach Santa Ponsa fahren.

Da werde ich mir einen rauspicken der navigiert uns dann da hin und mit etwas Glück haben wir auch den passenden Wind um da hin zu segeln. Weil es soll ein bisschen mehr werden so um die 10 bis 15 Knoten. Und dann sind wir nicht mehr so angewiesen auf diese Thermik, die es hier hat, also den Seewind.

Und bis dahin wünsche ich dir

LEBE FREIHEIT

deine

Moni

Veröffentlicht von

www.segelpodcast.com

Bei Segelpodcast.com von und mit Monika Bubel bekommst du mein gesamtes Segel Wissen und das von meinen Interviewpartnern. Egal ob du schon segelst oder es lernen möchtest, hier bist du genau richtig, wenn du in erlebten Geschichten mehr übers Segeln erfahren möchtest. Bootsführersschein. Sicherheit. Bordleben sind nur einige der Themen. Ich berichte auch von meinen aktuellen Erlebnissen unterwegs und werde immer mal wieder über meine Lieblinge die Wale und Delfine reden. Ich freue mich auf DICH. Einschalten. Zuhören. Relaxen. Lernen. Inspirieren lassen. Tun und FREIHEIT leben. Ich freue mich auf deine Kommentare, Monika

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