042 – FSR – Sicherheit an Bord Rettungsmittel 2

042 – FSR – Sicherheit an Bord Rettungsmittel 2

In dieser Folge 042 – FSR – Sicherheit an Bord Rettungsmittel 2 bekommst du weitere Infos zum Thema Signalmittel und Wartung von Rettungsmitteln. Wie schon in Folge 041 lese ich dir aus der Broschüre vom Fachverband Seenot Rettungsmittel e.V. vor, den du auf der Seite fsr.de.com findest. Die Broschüre kannst du dir hier FSR05 herunter laden.

Signalmittel

Während die individuellen und kollektiven Rettungsmittel auf passive Art unmittelbar das Überleben im Seenotfall sichern können, bieten Signalmittel die Möglichkeit, Retter aktiv auf die eigene Notlage aufmerksam zu machen. Seenotsignale dürfen nur im Seenotfall verwendet werden, d. h. wenn angezeigt werden soll, dass Gefahr für Leib und Leben der Besatzung besteht.

Pyrotechnische Signalmittel sollten zur Standardausrüstung gehören. Es dürfen ausschließlich von der Bundesanstalt für Materialprüfung (BAM) zugelassene pyrotechnische Seenotsignale verwendet werden. Für den Wassersport in Deutschland gibt es für Seenotsignale keine Vorschriften sondern nur Empfehlungen. Demzufolge wird eine Vielzahl von Signalen angeboten:
-Signalraketen werden aus der Hand abgeschossen, senden ein intensiv leuchtendes Licht aus. Fallschirme bewirken, dass das Leuchtmittel nur langsam wieder zu Boden sinkt.
-Handfackeln erzeugen gleißendes Licht.
-Rauchfackeln brennen unter Entwicklung von dichtem, orange-farbenem Rauch ab. Die Rauchschwaden sind bei Helligkeit besser zu erkennen als ein Lichtsignal.
-Signalgeber – Ein Signalgeber ist ein Gerät, mit dem Leuchtsignale aus der Hand in die Luft geschossen werden. Die Signale haben verschiedene Farben und erreichen unterschiedliche Höhen.
-Signalpistolen in Kaliber 4 sind als Alternative zu den Handsignalen bei Wassersportlern sehr beliebt. Diese Pistolen sind einfach zu bedienen. Sie können mit einer Hand abgeschossen werden, während man sich mit der anderen Hand fest halten kann.

Der Erwerb der unterschiedlichen Signalmittel ist an verschiedene Voraussetzungen wie Mindestalter, Sachkundenachweis oder Waffenbesitzkarte gekoppelt. Detaillierte Auskünfte zu den Klassen der Signalmittel sind bei der Wasserschutzpolizei, im Fachhandel sowie den zuständigen Ordnungsbehörden zu bekommen.

Als Ausrüstung für das Schiff wird vom Deutschen Seglerverband (DSV), vom Deutschen Motoryachtverband (DMYV), von der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) und vom FSR für alle Fahrtgebiete empfohlen:
-8 Fallschirmsignalraketen, rot, Steighöhe 300 Meter, Lichtstärke: 20 000 cd, Leuchtdauer 30 Sekunden,
-2 Handfackeln, rot, Lichtstärke 15 000 cd, Leuchtdauer 60 Sek., tropffrei beim Abbrand,
-2 Rauchfackeln, orange, Rauchdauer eine Minute oder statt der Rauchfackeln
-2 Rauchsignale, orange, schwimmfähig, Rauchdauer drei Min.

Sicherheits-Hinweise zu pyrotechnischen Signalmitteln:
– freies Schussfeld und ausreichender Abstand zu brennbaren Objekten notwendig
– aufsteigende Signale mit gestrecktem Arm senkrecht über dem Kopf in Schussrichtung abfeuern
– niemals auf Menschen, Tiere und Objekte zielen und nicht mit Körperteilen vor die Mündung kommen.
– nicht an Versagern hantieren, sondern diese über Bord werfen
– Seenotsignale sind kühl, trocken und leicht zugänglich aufzubewahren, aber dem Zugriff Unbefugter und Kinder zu entziehen
– Seenotsignale nicht in öffentlichen Verkehrsmitteln befördern.
– Verbrauchsdauer beachten, überlagerte Seenotsignale sind dem Handel zurückzugeben oder zu Delaborierbetrieben zu bringen und keinesfalls als Feuerwerkskörper zu verwenden.

Auch batteriebetriebene Not- bzw. Signallichter sorgen im Seenotfall für Aufmerksamkeit. Aktiviert werden können sie per Hand oder auch automatisch durch Wasserkontakt. Sie strahlen Dauer- oder Blinklicht ab, die Brenndauer beträgt bis zu mehreren Stunden. Lichter können in Rettungswesten und -inseln integriert sein. Markierungsbojen können mit Notlichtern versehen sein. Diese Bojen, die außerdem mit einem Flaggenhalter und Treibanker ausgestattet sind, sollen Unglücksstellen kenntlich machen.

EPIRBs. (für Emergency Position Indicating Radio Beacon) sind die modernste Art, SAR-Rettungsstellen zu alarmieren. Zu diesem Zweck bestimmt eine EPIRB-Boje nach der Alarm-Auslösung zunächst die eigene Position und sendet dann einen Notruf über einen oder mehrere Satelliten oder auch nur Küstenfunkstellen aus. Vollautomatisch werden Datensätze übermittelt, in denen die Fahrzeugkennung, der Notfall-Typ, die letzte aktuelle Position mit Uhrzeit sowie die Bewegungsrichtung und Geschwindigkeit enthalten sind. Für Segelyachten sind portable, handliche Systeme erhältlich.

Nur Wartung sichert Einsatzbereitschaft

Die besten Rettungsmittel sind nutzlos, wenn sie nicht funktionieren. Ihr Zustand sollte deswegen immer wieder überprüft werden.
Bei Rettungswesten sind beispielsweise die Auslöseautomatik oder auch die Kohlendioxidpatronen zu kontrollieren.
Bei Rettungsinseln können durch jahrelange Witterungseinflüsse wie Temperaturwechsel oder Feuchtigkeit Probleme auftreten wie korrodierte Druckgas-Flaschen, verhärtete Leinen, oxidierte Ventile und poröse Schläuche sowie defekte Container oder Vakuumsäcke.
Pyrotechnik kann durch Feuchtigkeit Schaden nehmen,
bei Notlichtern und EPIRBs sind die Energiequellen zu überprüfen.

Aus diesen Gründen ist es ein Muss, die vom Hersteller in der Bedienungsanleitung empfohlenen Wartungsintervalle einzuhalten und die Rettungsmittel selbstständig auf Defekte zu überprüfen. Nur dann kann man sich darauf verlassen, dass das Rettungsmittel im Ernstfall auch funktioniert.

Der Fachhandel bietet den entsprechenden Service.

Wichtig:

Nur vom Hersteller autorisierte Wartungsstationen sollten aufgesucht werden. Listen sind bei den Herstellern erhältlich.

Die Versicherungsgesellschaften können ihre Schadensersatzleistungen von dem Einhalten der Herstellerempfehlungen abhängig machen. Seeämter beziehen sich in ihren Untersuchungen ebenfalls darauf.

FSR-Qualitätssiegel und Service-Plakette
Obgleich schon das CE-Zeichen die Erfüllung von Normen belegt, sollte unbedingt auf das FSR-Qualitätssiegel geachtet werden. Der Fachverband Seenot-Rettungsmittel (FSR) im BVWW zeichnet mit diesen Siegeln Produkte seiner Mitgliedsfirmen aus, die strengste Auflagen erfüllen müssen. Sie müssen den aktuell gültigen Normen entsprechen und von autorisierten und zulassungsvergebenden Institutionen geprüft worden sein wie beispielsweise der See-Berufsgenossenschaft oder auch dem Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie.

Rettungsmittel, die regelmäßigen Wartungsintervallen unterliegen, werden von den Mitgliedsfirmen des FSR mit einer Service-Plakette versehen, an der vom Verbraucher der nächste Wartungstermin leicht zu erkennen ist.

Sicherheit zuerst !

Sicherheit an Bord
– dazu gehören nicht allein Rettungsmittel. An sie sollte schon gedacht werden, lange bevor ein Seenotfall eintritt. Die sichere Handhabung, die sichere Funktion von Boot und Ausrüstung sind wichtig dafür, dass es gar nicht erst zum Ernstfall kommt.
Berge- und Reffsysteme, Sicherheitsleitern, Wantenspanner, Bootsmotoren, Trittsicherheit an Deck, Jachtkonstruktion und elektronische Ausrüstung

– das sind nur einige der Dinge, die mit dem Thema Sicherheit verknüpft sind.

Übrigens:

Die beste Rettungsweste ist nutzlos, wenn sie nicht getragen wird. Wer Sicherheitsvorschriften beachtet, trägt damit zu guter Seemannschaft bei.
Der FSR und seine Mitgliedsunternehmen wollen dabei helfen und stehen deshalb für weiter gehende Fragen zur Verfügung.

Fachverband Seenotrettungsmittel e.V.
Gunther-Plüschow-Straße 8
50829 Köln-Ossendorf
Deutschland
Tel.: 02 21 / 59 57 10
Fax: 02 21 / 59 57 110
Email: info@fsr.de.com
Internet: www.fsr.de.comm

Das waren jetzt die Infos zu 042 – FSR – Sicherheit an Bord Rettungsmittel. Ich danke dir herzlich, dass du auch heute wieder rein gehört hast. Wenn dir der Segelpodcast gefällt, erzähl deinen Freunden und Bekannten davon. Dafür Danke ich dir auf diesem Weg auch herzlich. Weiter Infos und erlebtes Segelwissen findest du auf meinem Blog Segelpodcast.com. Wenn du mich unterstützen möchtest gibt es da auch die Möglichkeit mir ein Geschenk zu machen.

Und nun entführe ich dich in die Weiten des Ozeans.
Stelle dir vor du bist mitten auf dem Atlantik,
kein Land in Sicht,
die Sonne hat gerade den Horizont berührt und ist dabei unter zu gehen
und auf einmal nimmst du wahr, dass um dich herum eine ganze Schule quirlige Gestreifte Delfine ihre Freude versprühen. Das steckt dich total an.
Du erfreust dich an dem Anblick, wie sie neben der Yacht her schwimmen und vorne in der Bugwelle immer abwechselnd surfen bis sie irgendwann keine Lust mehr haben und in den weiten des Ozeans so schnell verschwinden wie sie gekommen sind.
Noch ein Blick zurück und da springt doch tatsächlich noch einer in die Höhe, wie zum Abschied.
Dein Herz ist beglückt und aufgeladen und mit diesem Gefühl in dir wünsche ich dir alle Freude der Welt und

LEBE FREIHEIT wie die Delfine

deine

Moni

Veröffentlicht von

www.segelpodcast.com

Bei Segelpodcast.com von und mit Monika Bubel bekommst du mein gesamtes Segel Wissen und das von meinen Interviewpartnern. Egal ob du schon segelst oder es lernen möchtest, hier bist du genau richtig, wenn du in erlebten Geschichten mehr übers Segeln erfahren möchtest. Bootsführersschein. Sicherheit. Bordleben sind nur einige der Themen. Ich berichte auch von meinen aktuellen Erlebnissen unterwegs und werde immer mal wieder über meine Lieblinge die Wale und Delfine reden. Ich freue mich auf DICH. Einschalten. Zuhören. Relaxen. Lernen. Inspirieren lassen. Tun und FREIHEIT leben. Ich freue mich auf deine Kommentare, Monika

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