041 – FSR – Sicherheit an Bord Rettungsmittel 1

041 – FSR – Sicherheit an Bord Rettungsmittel 1

In Folge 041 – FSR – Sicherheit an Bord Rettungsmittel 1 und 042 möchte ich mal über das Thema Sicherheit sprechen, da habe ich mir jetzt die Arbeit nicht selbst gemacht, das noch einmal selbst auf zu bereiten. Ich habe eine Seite gefunden: fsr.de.com, und die FSR ist der Fachverband Seenotrettungsmittel e.V.

Und die stelle ich dir jetzt kurz vor und die haben eine Bröschüre heraus gebracht, die heißt: Sicherheit an Bord Rettungsmittel

FSR05

die werde ich dir jetzt vorlesen.

Mir ist es ganz wichtig, dass Sicherheit an Bord gewährleistet ist, dass man acht gibt auf sich selbst und vor allem auf seine Mitsegler.
Aber der Spaß sollte natürlich immer im Vordergrund stehen, das ist ja klar. Manche Dinge solltest du wissen und deswegen habe ich mir gedacht. Ich mache diese und die nächste Folge einmal diese Broschüre: Sicherheit an Bord Rettungsmittel, die ich dir dann vorlesen werde.

AUFGABEN DES FSR

Der FSR setzt Maßstäbe – eine Vereinigung von Experten in Sachen Seenotrettungsmittel.

Beim Thema „Sicherheit auf dem Wasser“ gehört der 1984 gegründete FSR zu den unumstrittenen Kapazitäten. Das bezieht sich sowohl auf die Sportschifffahrt, die Seeschifffahrt als auch auf den gewerblichen Bereich.

Die Aufgaben der FSR bestehen in:

-der Festsetzung technischer Standards auf diesem Gebiet
-der Mitarbeit in Normungsgremien auf nationaler und internationaler Ebene
-der Beobachtung und Kontrolle des Marktes auf Einhaltung dieser Normen und Standards. Im Falle von Verstößen gegen -diese Normen leitet der FSR Maßnahmen zur Sanktionierung ein.
der Information der Verbraucher über das Marktgeschehen. Ein Schwerpunkt ist hierbei die Produktsicherheit.
-der fachlichen Beratung von Behörden, Vereinen, Verbänden, Medien und Verbrauchern

Der FSR ist somit die einzige deutsche Institution, die ein Bindeglied zwischen Normen und Verbraucher bildet.

Der FSR und seine Mitgliedsunternehmen sehen die Produktsicherheit als einen entscheidenden Faktor dafür, dass Notsituationen auf dem Wasser erfolgreich bewältigt und Menschenleben gerettet werden können. Dazu gehört auch der Bereich Wartung von Rettungsmitteln als ein weiterer Arbeitsschwerpunkt.

Und die haben eine Broschüre heraus gebracht. Die lese ich dir jetzt in dieser und er nächsten Folge vor:

FSR – Vereinte Kompetenz für Sicherheit auf dem Wasser
Jede Schifffahrt hat ihre Risiken – ob auf hoher See oder auf Binnengewässern, ob für Berufsschiffer oder Wassersportler. Der Fachverband Seenot-Rettungsmittel e.V. (FSR) hat sich zum Ziel gesetzt, die Sicherheit auf dem Wasser zu erhöhen.
Die Entwicklung und Bereitstellung von Seenot-Rettungsmitteln bildet für den Zusammenschluss führender deutscher Hersteller und Importeure einen wesentlichen Faktor der Arbeit.

Ein weiterer Aspekt ist die Vermittlung von Fachwissen und Verhaltensregeln für Seenotfälle und wie man ihnen vorbeugt – als kompetenter Ansprechpartner steht der FSR seit seiner Gründung im Jahr 1984 Bundesministerien, Behörden, Verbänden, Medien und den Anwendern zur Verfügung. Der FSR veranstaltet Seminare, ist auf Messen präsent, informiert über die Medien und arbeitet mit anderen Institutionen partnerschaftlich zusammen.
Die Aufgaben:
-Verbraucher informieren,
-Qualitätsstandards sichern,
-Interessen vertreten,
-Markt beobachten.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt darin, einheitliche Qualitätsstandards sicher zu stellen. Deshalb arbeiten Experten aus den Mitgliedsfirmen des FSR in den Normungsgremien des DIN und der internationalen Normungsorganisation ISO mit. Die DIN-Normen für Rettungswesten, Lifebelts (Harness) und Lifelines wurden maßgeblich durch den FSR beeinflusst und haben zu einem Qualitäts- und Sicherheitsniveau deutscher Produkte geführt, das international beispielhaft ist. Im Rahmen der Aufstellung EU-einheitlicher Vorschriften verzeichnet der FSR durch seine Mitwirkung Erfolge darin, das hohe deutsche Niveau auf die europäische Ebene zu übertragen.
Für Sicherheits- und Qualitätsfragen, die nicht durch internationale Normung geregelt werden, gibt der FSR den Verbrauchern Orientierungshilfen an Hand: Der FSR beurteilt den Stand der Technik. Produkte, die den gültigen Normen entsprechen (z.B. ISO-Normen, SOLAS-Regeln), von autorisierten Institutionen wie See-Berufsgenossenschaft,
akkreditierten Prüfinstituten und notifizierten Stellen, Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie etc. zugelassen sind, erhalten das FSR-Qualitätssiegel.

Bei der Beobachtung des Marktes achtet der FSR darauf, dass technische Normen von Herstellern und Handel eingehalten werden. Wartungsintervalle für Rettungswesten und –inseln sowie Anforderungen an Wartungsstationen
werden nicht immer gesetzlich geregelt. Weil jedoch nur eine fachkundige und regelmäßige Wartung im Ernstfall lebensrettende Funktionsfähigkeit garantiert, schreibt der FSR Wartungsintervalle vor und stellt verbindliche Mindestanforderungen an die Wartungsbetriebe.

Zur Sicherheit auf See und einer erfolgreichen Rettung aus Seenot kann jedermann an Bord beitragen. Die Ausrüstung von Schiff und Crew spielt eine wesentliche Rolle. Verschiedene Rettungsmittel helfen dabei:
-individuelle Rettungsmittel oder auch
-persönliche Schutzausrüstung,
-kollektive Rettungsmittel sowie
-Signalmittel.

Normierung und Auszeichnung
In der Berufsschifffahrt seegehender Schiffe gelten weltweit die Anforderungen der SOLAS-Bestimmungen. Für Rettungswesten und Lifebelts im Einsatzbereich Sportschifffahrt hat die Europäische Union EU-weite Normen vorgeschrieben (DIN 393 bis 399 ab dem Jahr 2006 DIN EN ISO 12402). Diese Rettungsmittel müssen seit 1. Juli 1995 als Nachweis für die Einhaltung der Normen bei der Herstellung ein CEZeichen (Conformité Européenne) tragen. Das Zeichen dokumentiert die Übereinstimmung des Produktes mit der jeweiligen Norm. Derart ausgezeichnete Produkte
entsprechen einem einheitlichen Sicherheitsstandard.

Schwimmhilfen sind definiert:

50 Newton Auftrieb für geübte Schwimmer in Nähe zum
Ufer oder möglicher Helfer, nicht Ohnmacht sicher. Keine Rettungsweste!

Rettungswesten sind in drei Typenklassen eingeteilt:

100 Newton Auftrieb für Nutzer in Binnengewässern und geschützten Revieren, nur eingeschränkt Ohnmacht sicher.
150 Newton Auftrieb für Nutzer in allen Gewässern. Ohnmacht sicher – allerdings eingeschränkt für Träger von
schwerer, wetterfester Kleidung.
275 Newton Auftrieb für Nutzer auf hoher See unter extremen Bedingungen. In fast allen Fällen Ohnmacht sicher
auch trotz schwerer Bekleidung.

Kollektive Rettungsmittel
Kollektive Rettungsmittel sind dafür konzipiert, gleich mehreren Personen zu helfen. Hierunter fallen Rettungsboote und Rettungsinseln. Sie sind für den Wassersportbereich in Größen für vier bis zu zwölf Personen erhältlich. Auf Sportbooten werden sie zumeist in Backskisten oder einem Lagergestell an Deck oder auch am Heckkorb
untergebracht.
Eine aufblasbare Rettungsinsel steckt in einer Packtasche oder einem stabilen Container. Im Ernstfall wirft man die Rettungsinsel unaufgeblasen über Bord, wobei die Reißleine zuvor an Deck gesichert wurde. Dann muss kräftig an der Reißleine gezogen werden, damit die Auslösevorrichtung aktiviert werden kann und sich die Auftriebskammern mit Pressluft oder CO2 füllen.

Rettungsinseln können sowohl offen als auch mit einem Dach versehen sein. Kenterschutzsäcke verhindern, dass die
Inseln im Sturm umschlagen. Die Verbindungsleine zum Schiff weist eine Sollbruchstelle auf, so dass eine Rettungsinsel von einem sinkenden Schiff nicht in die Tiefe gezogen werden kann. Nach dem Übersteigen sollte die Leine nach Möglichkeit sicherheitshalber mit einem Messer gekappt werden.

Je nach Ausführung können Rettungsinseln mit Trinkwasser, pyrotechnischen Signalmitteln, Proviant in Form von Trockennahrung und anderen Dingen ausgestattet sein. Sinnvoll ist es, wenn man ergänzend dazu in einem wasserdichten Behälter zusätzlich persönliche Dinge wie Medikamente, Isolierdecken oder ein SeefunkTelefon bereit hält, um sie im Ernstfall griffbereit zu haben. Viele Anbieter verstauen auf Kundenwunsch diese Dinge mit in der Rettungsinsel.

Im Seenotfall sollte man versuchen, trockenen Fußes in die Rettungsinsel zu gelangen – durch Springen von Bord direkt auf die Insel. Um den Einstieg in die Insel aus dem Wasser heraus zu erleichtern, werden von verschiedenen Anbietern unterschiedliche Systeme angeboten.

Individuelle Rettungsmittel
Diese Gegenstände werden oft auch als persönliche Schutzausrüstung (PSA) bezeichnet. Es sind Ausrüstungsstücke, die von einzelnen Personen genutzt werden. Dazu zählen zunächst einmal Rettungswesten – fälschlich oft Schwimmwesten
genannt – in den unterschiedlichsten Material-Ausführungen und Sicherheitsklassen (siehe auch Seite 4).
Ihre Aufgabe:
Sie sollen den Kopf des Verunglückten über die Wasseroberfläche bringen und dort halten. Sie sollen das Drehen des Verunglückten in eine sichere Rückenlage unterstützen. Je nach Bekleidung, z.B. bei Schutzkleidung für schweres Wetter, ist dies nur durch hohen Auftrieb zu erreichen.

Es gibt Feststoffwesten, deren Auftriebskörper aus geschlossenzelligem Kunststoff-Schaum gefertigt sind. Sie haben zum einen den Vorteil, dass der Auftrieb permanent vorhanden ist. Zum anderen müssen sie nicht in regelmäßigen Abständen gewartet werden, sondern sind lediglich auf Beschädigungen zu überprüfen. Regelmäßig kontrolliert werden sollte zudem, ob die Passform noch stimmt oder ob die Westen dem Träger zu klein geworden sind. Das gilt insbesondere für Kinder und Heranwachsende.

Aufblasbare Rettungswesten erhalten ihre Auftriebsfähigkeit erst im Einsatzfall. Das geschieht, indem Gas aus einer Patrone in einen Schwimmkörper strömt und ihn gleich einem Ballon aufbläst. Die Vorteile dieser Technologie liegen darin, dass derartige Rettungswesten handlich sind und einen hohen Tragekomfort aufweisen. So können mit aufblasbaren Rettungswesten Auftriebskräfte in Größenordnungen erzeugt werden, die bei Feststoffwesten solche Mengen an Schaumstoffmaterial erforderlich machen würden, dass man die Weste letztendlich nicht mehr tragen könnte.
Aufblasbare Rettungswesten unterteilen sich wiederum in solche, die der Träger selbst per Hand auslösen muss, und jene, die sich beim Kontakt mit Wasser automatisch aufblasen.

Schwimmhilfen sind eine Sonderform der Feststoffwesten. Sie können auf Grund ihres Auftriebs und der Bauart eine ohnmachtsichere Lage nicht herstellen, sondern helfen lediglich, sich über Wasser zuhalten, was beispielsweise von Kanuten, Surfern oder Wasserskiläufern geschätzt wird.

Rettungswesten haben CE-Normen zu erfüllen. Schon Basismodelle gewährleisten eine Standardsicherheit. Schwimmkörper sind in den auffälligen Farbtönen von gelb bis rot ausgelegt. Mit Reflexstreifen fallen die Rettungswesten noch leichter ins Auge, insbesondere, wenn sie in der Dunkelheit mit Scheinwerfern angeleuchtet werden.
Mit zusätzlicher Ausstattung kann die Sicherheit, die eine Rettungsweste bietet,
weiter gesteigert werden, z. B. durch

– ein Rettungswestenlicht, das über Stunden Dauer- oder Signallicht aussendet
– eine Sprayhaube, die das Gesicht vor Gischt schützt
– einen Lifebelt. Das ist ein Gurt, der in Brusthöhe angelegt wird.

Die Integrierung eines Lifebelts in eine Rettungsweste zu einer festen, einheitlichen Kombination ist dabei die zweckmäßigste Lösung.

– eine Lifeline , die die Verbindung zum Schiff herstellt. Man kann sich mit der maximal 2,00 Meter langen Lifeline an dafür vorgesehenen Fixpunkten an Bord einklinken. Rettungswesten mit Lifeline sind insbesondere für Kleinkinder sinnvoll, die nicht ständig beaufsichtigt an Bord spielen und selbst bei Fahrten auf ruhiger
See vor dem Ins-Wasser-Fallen gesichert werden sollten.

Übrigens: Auch für den Familien-Hund oder die –Katze gibt es Rettungswesten.

Zur persönlichen Schutzausrüstung zählen außerdem Notlichter. Sie können am Gurtband am Arm getragen werden, um Retter aufmerksam zu machen, oder deutlich sichtbar an Rettungsmitteln. Als Mensch-über-Bord-Licht sind sie in kleine Schwimmbojen integriert, die zum Markieren einer Unglücksstelle dienen.

Kälteschutzanzüge als Eintauchanzüge oder Überlebensanzüge schützen den menschlichen Körper im kalten Wasser vor Auskühlung beziehungsweise verlangsamen diesen Prozess. Sie erreichen ihre Schutzwirkung anders als normale wärmende Kleidung, die in der Luft getragen wird, durch möglichst vollständige Isolation des gesamten Körpers vor dem Wasser. Im Idealfall lassen sie nur eine kleine Öffnung für Mund und Nase zum Atmen. Die Anzüge weisen unterschiedlichen thermischen Schutz auf, der für unterschiedliche Wassertemperaturen (<5°C, 5-10, 10-15, > 15 °C) jeweils vier Leistungsklassen von Anzügen festlegt. Die Leistungsklasse wird durch eine geschätzte Aufenthaltszeit im Wasser in Stunden angegeben.

In diesem Zusammenhang ist es erforderlich, dass Träger von Kälteschutzanzügen eine Rettungsweste der Auftriebsklasse CE 275 N anlegen. Denn die Anzüge sind luftdicht und durch eingeschlossene Luft kann es zu einer ungünstigen Auftriebsverteilung kommen, die in ungünstigen Fällen beispielsweise zu einer Lage des Körpers im Wasser führen kann, bei der kein ausreichendes Freibord mehr zwischen Mund und Nase und der Wasseroberfläche besteht. Eine großvolumige Rettungsweste wirkt dem entgegen.

So jetzt habe ich dir erst mal genug erzählt, das war 041 – FSR – Sicherheit an Bord Rettungsmittel, das musst du ja auch noch verdauen.

Ausblick

In der nächsten Folge geht es um Signalmittel und die Wartung und dann sage ich für heute.

Danke, dass du wieder zugehört hast. Ich wünsche dir, dass du niemals ein Unglück haben wirst und dass du immer Spaß dabei hast auf dem Wasser zu sein.

Und nun, wenn du magst, kannst du dir noch vorstellen.
Du bist auf dem Wasser. Die Wellen plätschern leicht an deine Bordwand. Die Segel sind alle oben. Von hinten kommt ein bisschen Wind, gerade so viel, dass du gemächlich über das Wasser gleitest.
Vor dir geht die Sonne im Meer unter.

Solche Augenblicke wünsche ich dir und dann sage ich für heute.

Tschüss,
LEBE FREIHEIT
deine
Moni

Veröffentlicht von

www.segelpodcast.com

Bei Segelpodcast.com von und mit Monika Bubel bekommst du mein gesamtes Segel Wissen und das von meinen Interviewpartnern. Egal ob du schon segelst oder es lernen möchtest, hier bist du genau richtig, wenn du in erlebten Geschichten mehr übers Segeln erfahren möchtest. Bootsführersschein. Sicherheit. Bordleben sind nur einige der Themen. Ich berichte auch von meinen aktuellen Erlebnissen unterwegs und werde immer mal wieder über meine Lieblinge die Wale und Delfine reden. Ich freue mich auf DICH. Einschalten. Zuhören. Relaxen. Lernen. Inspirieren lassen. Tun und FREIHEIT leben. Ich freue mich auf deine Kommentare, Monika

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