031 – Segellexikon Buchstabe R,S

031 – Segellexikon Buchstabe R,S

In Folge 031 – Segellexikon Buchstabe R,S, gibt es wieder von mir ausgewählte Wörter aus der Segelsprache. Ich hoffe sie vereinfachen dir und deinen Mitseglern die Bordsprache und ich freue mich, wenn du vor allem Segelanfängern von diesem Segellexikon im Segelpodcast erzählst.

Los geht es nun mit

Buchstabe R

Radeffekt
ist ein seitlicher Propellerschub. Da sich der Propeller quer zur Fahrtrichtung dreht versetzt z.B ein rechtsgängiger Propeller bei Vorausfahrt das Heck nach Steuerbord und bei Achterausfahrt das Heck nach Backbord. Geht der Propeller linksherum ist es genau umgekehrt. Daher ist es wichtig zu wissen nach welcher Richtung der Propeller dreht, vor allem bei Manövern wie Anlegen, Ablegen, Wenden auf engem Raum.

Radsteuerung
die Steuerung mit einem Rad, statt einer Pinne. Durch Steuerseile, Stangen oder hydraulisch wird die Kraft übertragen und so umgelenkt, dass man das Boot wie ein Auto steuern kann. Im Gegensatz zu der Pinne, die man ja in Vorausfahrt z.B. nach Steuerbord drücken muss um nach Backbord zu fahren. Auf Booten mit Steuerrad sollte immer eine Notpinne vorhanden sein, falls die “Umlenksteuerung” mal nicht funktioniert.

Raumen
Winddrehung bei gleichbleibendem Kurs nach achtern. Das Gegenteil ist Schralen.

Raumwindkurs
Der scheinbare Wind kommt schräg von hinten und fällt in einem Winkel zwischen 100 und 170 Grad ein. Das Boot fährt Raumwindkurs oder mit raumem Wind. Man fiert die Schoten weit auf, damit der Wind gut eingefangen werden kann.

Rechtweisender Kurs

Der Rechtweisene Kurs ist der Winkel zwischen rechtweisend Nord (rwN) und der Richtung in die das Fahrzeug fährt, also die Richtung der Kiellinie in der Seekarte. Man bezeichnet diesen Kurs auch als Heading.

Reffen
Mit Reffen bezeichnet man das Verkleinern der Segelfläche.

Reling
Mit Reling wird üblicherweise eine offenes, solide verankertes Geländer an der Deckskante bezeichnet. Bei Segelyachten nimmt man aber meist zwei Rehlingsdrähte in unterschiedlicher Höhe, die am Bug und Heckkorb befestigt und gespannt werden.

Ree
ist das Kommando mit dem eine Wende angekündigt wird.

Rigg auch Takelage
bezeichnet das stehende und teilweise laufende Gut auf einer Yacht. Also die Masten, Wanten und Stage, die den Mast halten. Wenn sie am Mast oder den Spieren befestigt sind zählen auch Spieren, Blöcke und Beschläge dazu. Und auch die nicht am Schiff befestigten Teile des laufenden Gutes wie Fallen, Dirk, Toppnant und Baumniederholer. Nicht zum Rigg oder zur Takelage gehören die die Schoten, obwohl sie zum laufenden Gut gehören und die Segel selbst.

Rollfock
Läßt sich um das Vorstag aufrollen

Rollgroß

Ein Großsegel, dass in den Mast gerollt werden kann. Es hat zwar einen schlechten Wirkungsgrad und die Anlage ist störanfällig, wegen der einfachen Bedienung ist dies Art der Besegelung aber sehr beliebt.

Rote Flagge

Ein Notzeichen auf Binnenschifffahrtsstraßen, sie muss auf Binnenschifffahrtsstraße mitgeführt werden und wird im Notfall geschwenkt.

Rückdrehender Wind
Wind, der langsam gegen den Uhrzeigersinn dreht. Daran merkt man, dass man sich sich auf der linken (frontfreien) Seite eines Tiefs befindet. Auch der lang anhaltende Regen zeigt dies an.

Ruder
bezeichnet die Einrichtung zum Steuern eines Schiffes. Allerdings meint man mit Ruder oft nur das Ruderblatt, die drehbare Platte unter dem Heck.

Rumpf
Mit Rumpf wird der gesamte Bootskörper mit Längs- und Querverbänden, dem Deck, dem Cockpit und sonstige Aufbauten bezeichnet.

Rund achtern
Kommando, mit dem eine Halse eingeleitet wird. Die Großschot wird dicht geholt und man fällt soweit ab, dass
Großbaum überkommt. Auf den Kopf acht geben!!! Wenn der Großbaum übergekommen ist, wird die Großschot vollständig aufgefiert und der Rudergänger muss etwas abfallen.

Buchstabe S

Saling
Eine Metallstrebe, die querschiffs am Mast angebracht ist und auf verschiedenen Höhen paarweise ein Want vom Mast abspreizen, was bessere Mastverspannung erzgibt.

SBF
Abkürzung für Sportbootführerschein.

Schäkel
Verbindungselement aus Stahl, Eisen oder Bronze und ein verschließbarer Bügel mit Bolzen, den es in unterschiedlichen Größen und Stärken gibt. Anker und Kette werden beispielsweise mit einem Schäkel verbunden. Oder das Fall mit dem Segel.

Schamfielen
Scheuern oder reiben. Führt meistens zur Zerstörung der Segel und Leinen.

Scheinbarer Wind
Die Summe (Vektorsumme) aus wahrem Wind und Fahrtwind wird scheinbarer Wind genannt. Auf Amwindkurs ist der scheinbare Wind stärker als der wahre Wind. Auf Vorwindkurs ist der scheinbare Wind schwächer als der wahre Wind.

Schiften

Schiften ist eine Halse ohne Kursänderung. Ein Segel wird von einer Seite auf die andere genommen. Schiftet man auf den Backbordbug bewirkt man, dass alle entgegenkommenden Boote auf Steuerbordbug ausweichen müssen. 🙂

Schlag
Als Schlag wird die Strecke zwischen zwei Wenden auf Kreuzkurs bezeichnet.

Schot
Eine Leine des laufenden Gutes, mit der ein Segel dicht geholt oder gefiert und so in die richtige Stellung zum Wind gebracht werden kann.

Schothorn
Die hintere untere Ecke eines dreieckigen Segels.

Schralen
Der Wind dreht bei gleichbleibendem Kurs nach vorne. Im Gegensatz zu Raumen (siehe oben)

Schwell

Als Schwell wird zum einen die Dünung bezeichnet, die in einen Hafen bzw. eine Küste läuft und zum anderen der verursachte Wellenschlag von vorbei fahrenden Schiffen.

Schwert
Mit Schwert wird eine bewegliche Platte aus Stahl, Sperrholz oder Kunststoff unter dem Rumpf bezeichnet, die man rein oder raus bewegen kann, sie dienst der Verringerung der Abdrift.

Schwojen
ein am Bug befestigtes Boot (an Anker, Leine oder Boje), dass im Wind oder Strom hin und her schwingt.

Seemeile
Nautisches Längenmaß von 1852 m.

Seenot
Notlage eines Schiffes, mit der Gefahr für Leib und Leben der Besatzung. Sofortige Hilfe ist erforderlich.

Seeschifffahrtsstraßen-Ordnung
Seeverkehrsrechtliche Vorschriften für deutsche Seegewässer wird mit SeeschstrO abgekürzt.

Seeschiffsregister

Ab 15 m Rumpflänge müssen Seeschiffe in dieses beim Amtsgericht geführte Register eingetragen werden.

Seeventil
ist der Absperrhahn an einer Rohrleitung wie z.B. am WC, Waschbecken, der Spüle dem Kühlwasser usw. Seeventile sollen beim Platzen einer Rohrleitung verhindern, dass Wasser in den Rumpf eindringt.

Seezeichen
sind Verkehrszeichen für die Schifffahrt, die im Wasser stehen oder schwimmen wie Tonnen, Baken oder Stangen. Sie kennzeichnen Fahrwasser oder eine Gefahrenstelle.

Seil
ist der Oberbegriff für alle Leinen und Taue.

Setzen
dieser Begriff bezeichnet verschiedenes: Ein Segel wird gesetzt, also hochgezogen. Der Strom setzt in eine bestimmte Richtung. Das Schiff setzt in die See ein, ein sinkendes Schiff wird auf Grund gesetzt, um das Sinken zu verhindern.

Skipper
Bootsführer

SOLAS
Abkürzung für Safety of Life at Sea. Ist das Internationale Übereinkommen zum Schutz des menschlichen Lebens auf See, beschreibt die Sicherheitsanforderungen, die beim Bau und der Ausrüstung von Seeschiffen erfüllt werden müssen.

Spiere
ist eine runde Stange, früher aus Holz, heute meist aus Leichtmetall. Spieren an Bord sind der Großbaum, der Spinnakerbaum, der Fockbaum. Aus Spieren besteht auch die Spierentonne.

Sprayhood
Ist ein meinst mit Aluminiumrohren über dem Niedergang oder dem vorderen Cockpit aufgespanntes Segeltuch, das vor Wind und Spritzwasser schützt.

Spring
Eine Leine, die zusätzlich zur Vor- und zur Achterleine zum Festmachen eines Schiffes verwendet wird um eine Bewegung des Bootes in der Längsrichtung zu verhindern. Die Vorspring verläuft vom Vorschiff schräg nach hinten, die Achterspring vom Achterschiff schräg nach vorne.

Steuerbord

Die Schiffsseite in Fahrtrichtung rechts.

Streckbug
so wird beim Kreuzen der Bug genannt, über dem man die längeren Schläge machen kann, weil der Wind nicht genau vom Ziel her weht

Strom
bezeichnet die Strömung, die in Flüssen, in Gezeitenrevieren (Gezeitenstrom), als Meeresstrom (Golfstrom) oder als Oberflächenstrom (durch Wind ausgelöst, Triftstrom) herrscht.

Stundenglas
Signalkörper in Form eines schwarzen Kegels, Spitze abwärts, über einem schwarzen Kegel, Spitze aufwärts.

Das waren nun von Folge 031 – Segellexikon Buchstabe R,S.

Wenn du Segelanfänger kennst erzähl ihnen doch vom Segellexikon auf´s Ohr und wenn du mir etwas mitteilen möchtest schreib mir einen Kommentar.

Ich wünsche dir eine tolle Zeit und wie immer

LEBE FREIHEIT
deine
Moni

PS:

Ich freue mich riesige, dass du heute bei Segelpodcast.com dabei warst. Schau was ich dir hier kostenfrei rund ums Thema Segeln noch zur Verfügung stelle.

Neben den Shownotes findest du zum Beispiel im Downloadbereich nützliche Dokument, auch die Fragebögen zu einigen Scheinen und wenn du mir deine Mailadresse anvertraust, die du gleich hier rechts in das Formular eintragen kannst, (ich verspreche, deine Adresse ist bei mir sicher) dann schenke ich dir meine TOP TEN SEGEL WEB ADRESSEN in einem PDF Dokument und in dem Newsletter, den ich dir dann ab und zu schicke gibt es auch weitere nützliche Infos zum Thema SEGELN.

Und als Ausklang stelle dir folgendes vor:

Spüre den Wind um die Nase, höre das Plätschern der Wellen in deinen Ohren und lasse deinen Blick über den Horizont schweifen. Du segelst und lebst FREIHEIT.

Bis zum nächsten mal

deine Moni

Veröffentlicht von

www.segelpodcast.com

Bei Segelpodcast.com von und mit Monika Bubel bekommst du mein gesamtes Segel Wissen und das von meinen Interviewpartnern. Egal ob du schon segelst oder es lernen möchtest, hier bist du genau richtig, wenn du in erlebten Geschichten mehr übers Segeln erfahren möchtest. Bootsführersschein. Sicherheit. Bordleben sind nur einige der Themen. Ich berichte auch von meinen aktuellen Erlebnissen unterwegs und werde immer mal wieder über meine Lieblinge die Wale und Delfine reden. Ich freue mich auf DICH. Einschalten. Zuhören. Relaxen. Lernen. Inspirieren lassen. Tun und FREIHEIT leben. Ich freue mich auf deine Kommentare, Monika

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