026 – Stockholm – Goeteborg – Teil 1 Anreise

026 – Stockholm – Goeteborg – Teil 1 Anreise

In der Folge 026 – Stockholm – Goeteborg – Teil 1 Anreise erzähle ich dir von meiner Anreise zum dreiwöchigen Hand gegen Koje Törn in Schweden vom 29.06. bis 22.07.2016. Du erfährst einiges darüber wie du günstig nach Schweden und zurück kommst, über Gastfreundschaft und tolle Begegnungen.
Ich war unterwegs mit dem Eigner einer Bavaria 40 Cruiser von 2011, dem Sohn seiner Freundin und später wechselte dieser mit einer Schweizerin die Kajüte.

Der Törn führte von Stockholm über die Schären bzw. den Schärengarten Richtung Süden zum “Eingang” des Göta Kanals nach Mem, über den Göte Kanal und etliche Schleusen und Seen in den Trollhätte Kanal, wo wir nach etwa drei Wochen mein Ziel Göteborg erreichten.

Falls du Hand gegen Koje noch nicht kennst kannst du gerne mal bei Folge 3 reinhören oder nachlesen und ansonsten bitte ich dich noch um einige Folgen Geduld, da werde ich intensiv auf dieses Thema eingehen.

Und jetzt geht es los zu meinem ersten Törn nach Schweden.

026 – Stockholm – Goeteborg – Teil 1 Anreise

Ich hatte den Törn auf der Seite www.handgegenkoje.de gefunden, mich mit dem Eigner per Mail und auch über Skype im Vorfeld ausgetauscht und nachdem er mir zu gesagt hat habe ich sofort nach einer günstigen Möglichkeit gesucht nach Schweden zu kommen. Terminlich war ich recht flexibel und ich hatte schon vor ein paar Monaten eine neue Seite entdeckt:

www.goeuro.de
auf der ich dann auch super günstig wie ich finde die Bahntickets für Stockholm und von Göteborg zurück erwerben konnte (67,00 und 70,60 Euro).

Am Mittwoch den 29.06. machte ich mich gegen 18 Uhr von meinem Heimatdörfchen im östlichen Saarland auf den Weg zu meinem ersten Segeltörn nach Schweden.

Ich hatte vor der Abfahrt noch ganz schön viel Arbeit, weil ich dir ja die nächsten Folgen noch fertig machen wollte, was mir auch gelang.

Ich war dann richtig happy, als ich endlich im Zug saß, aber eine lange Reise lag vor mir.

Die Bahn hatte mich ein paar Tage vorher informiert, dass sich meine Verbindungen geändert , haben. Das war doof, denn statt drei mal umsteigen musste ich jetzt 8 mal das Gleis wechseln.

Und so war ich ca. ein bis zwei Stunden unterwegs und wartete eine Weile am Bahnsteig auf den nächsten Zug, dann fuhr ich wieder ein bisschen und wartete eine Weile und so weiter.

Mitten in der Nacht hatte ich einen kurzen Aufenthalt in Hamburg. Dann etwa 2 Stunden in Kiel, da konnte ich ein wenig auf ner Bank schlafen.

In Flensburg genoss ich den Start in den Tag so gegen 6 Uhr. Das fand ich prima. Erstaunlicherweise war ich auch gar nicht so müde.

2016 - 30.06. Bahnhof Flensburg

Dann absolutes Neuland für mich. Weiter als bis Flensburg war ich mit dem Zug noch nie gekommen.
Kurz nach Flensburg gab es eine Passkontrolle. Der Zug hielt und 5 dänische Beamte kamen mit Hund in den Zug der mich über Fredericia (Dänemark) nach Kopenhagen brachte. Ich wusste gar nicht, dass es solche Kontrollen in Europa noch gibt…

2016 - 30.06. Brücke über Ostsee

Ansonsten war der Zug sehr bequem und ich konnte richtig gut schlafen, musste auch ne Weile nicht umsteigen. In Fredericia stiegen Leute zu, ich merkte das wohl, hatte mich aber so in meine Kaputze vom Sweetshirt eingemümmelt, dass ich es einigermaßen dunkel hatte und so nicht mit bekam wer da zu stieg.

Nach ner Weile zog ich dann die Kaputze ab und machte die Augen auf. Ein Mann um die 50 lächelte mich an, sagte etwas auf Dänisch, was wohl guten Morgen hieß. Ein schöner Start in den neuen Tag.

Ich unterhielt mich ein wenig mit ihm auf englisch, bis wir fest stellten, dass ich aus Deutschland bin und er auch Deutsch kann. Das war eine sehr nette Begegnung und ein angenehmes Gespräch.

Leider trennten sich unserer Wege in Kopenhagen. Dort musste ich ein letzes Mal umsteigen und hatte nun 5 Stunden quer durch Schweden nach Stockholm. Dort holte mich mein Skipper mit dem Wagen ab. Ich holte noch schwedische Kronen aus dem Automaten, da unsere Bordkasse mit Bargeld gefüllt werden sollte, was auch gut geklappt hat und wir fuhren dann in seinem Wagen zu seiner Wohnung in Stockholm, wo wir noch ein paar Orchideen mitnahmen und dann gings zum Haus seiner Freundin etwas außerhalb.

Der Empfang war herzlich. Und ihr Haus recht groß und nett eingerichtet. Ich bekam ein eigenes Zimmer. Ihr Sohn, der mit mir und dem Skipper mir segeln wird, war auch da.

Wir bereiteten gemeinsam das Abendessen vor. Die Freundin holte dann noch zwei Freunde, die sie in Thailand kennen gelernt hatte ab und dann hatten wir einen sehr angenehmen Abend zu sechst. Die Unterhaltung war auf Englisch. 4 Ursprungsnationalitäten saßen am Tisch, fand ich witzig. Die Freundin und ihr Sohn aus Russland, eine Frau aus Thailand deren Freund war Schweden und der Skipper und ich aus Deutschland.

Am nächsten Morgen gingen wir drei Segler gemeinsam einkaufen. Ich und mein Skipper fuhren zur Yacht etwas außerhalb von Stockholm und verstauten die Sachen. Der Skipper lud mich in der Stadt ab und ich machte Sightseeing, während er die letzten Dinge vor seinem 6 Wochen Tripp regelte.

Ich gönnte mir eine Rundfahrt mit so nem Doppeldecker Sightseeing Bus. Das gute bei denen ist, dass man sich einen deutschen Sprecher ins Ohr stecken kann und so ein wenig über die Stadt erfährt. Ich hatte den Plan eine Runde zu drehen und dann in der Zweiten da aus zu steigen wo ich hin wollte. Hat leider nicht ganz geklappt, da der Bus an der Station 1 hielt und nicht mehr weiter fuhr. Nun hatte ich wenigstens die Gelegenheit mir was zu Essen und Trinken zu kaufen. Man zahlt hier üblicherweise mit der Karte, egal ob EC oder Kreditkarte, alles kannst du hier, egal wie niedrig der Preis ist, mit Karte bezahlen.

2016 - 01.07. Königliches Schloss

Ich nahm den nächsten Sightseeing Bus und stieg beim Schwedischen Museum aus. Leider hatte ich nicht sooo viel Zeit aber doch genügend um mich dort gründlich um zu sehen und etwas über die Schwedische Geschichte zu lernen. Ich fand das sehr interessant. Das ABBA Museum war zwar auch nicht weit, aber ich entschied mich als nächstes für´s Vasa Museum, das um die Ecke am Wasser war.

Hier mal kurz was über die Vasa

Das Kriegsschiff Vasa sank am 10. August 1628 (nach nur zwei Jahren Bauzeit) im Stockholmer Hafen. Es war der Tag an dem sie ihre Jungfernfahrt antreten sollte.

Nach 333 Jahren auf dem Meeresgrund konnte das Wrack 1961 geborgen werden. Das restaurierte Schiff mit seinen Hunderten von geschnitzten und prachtvoll ausgeschmückten Skulpturen besteht zu 98 % aus Originalteilen. Schweden war damals im Krieg mit Polen und der Herrscher wollte zeigen was er so drauf hat, dadurch wurde ein weiteres Oberdeck aufgebaut und der Teil der über der Wasserlinie war, war viel zu schwer.

Als das Schiff nun auf dem Weg zur Ostsee war wurde auf einer Seite Salut aus den vielen Kanonenöffnungen geschossen und als der erste Wind kam neigte sich die Vasa zur Seite, in die Öffnungen lief Wasser und sie sank. Und das Brackwasser hatte es so gut konserviert, das es dann recht unbeschadet wieder geborgenwerden konnte.

Interessant ist, dass sie nun konserviert aufgebaut da steht und das Museum um sie rum gebaut wurde. 🙂

Ich wäre gerne noch länger dort geblieben, leider hatte ich keine Zeit mehr. Ich lief zu unserem Treffpunkt, wo die anderen schon warteten. Wir gingen noch die letzten Dinge einkaufen und die Freundin vom Skipper verabschiedete sich von uns in der Marina.

Mein Skipper musste noch in den Mast an dem Abend, weil sich vom Vorsegel der Verpackungssack verklemmt hatte und nach einem super Abendessen legten wir drei uns in unsere Kajüten. Skipper hat die Bugkabine mit Toilette. Der Sohn der Freundin die Steuerbord Achtern und ich die Backbord Achterkabine.

2016 - 01.07. Bavaria 40 Cruiser

Die nächsten drei Wochen ist die Bavaria 40 Cruiser nun mein Zuhause. Ich habe super geschlafen und nach dem Frühstück, dem Besuch von den drei anderen vom Ankunftstag und den letzten Vorbereitungen stachen wir dann gegen 11 Uhr in See.

Am 02. Juli gings ab in die Schären. Absolutes Neuland bzw. Wasser für mich. Mein Skipper kannte sich im Gebiet um Stockholm super aus. Er segelt hier mit unterschiedlichen eigenen Yachten schon seit 12 Jahren.

Gleich zu Beginn lerne ich, dass es hier nicht so relaxed zu geht wie bei den meisten meiner anderen Törns. Immer wieder muss der Kurs geändert und demzufolge die Segelstellung gewechselt werden. Eine Wende nach der anderen führte uns durch die super schöne Schärenlandschaft.

Überall sind irgendwelche Felsen. Die Betonnung ist zu beachten und die Tonnen selbst sind für mich etwas anders als gewohnt. Aber nach einer Weile finde ich es hier großartig, aber auch anstrengend.

Die Natur ist phantastisch. Das Wetter auch. Schon gleich am ersten Tag fast nur Sonne. Am Abend eine lauschige Bucht wo wir ankern. Ich mache eine kleine Paddeltour mit dem Dingi, danach schwimme ich ne Runde. Herrlich. Die Jungs kochen, ich wasche ab. Und dann gibt’s Fussball im TV. Was will der Mensch mehr.

Das war: 026 – Stockholm – Goeteborg – Teil 1 Anreise

Wie es weiter geht bei diesem Törn erfährst du in der nächsten Folge.

Ich wünsche dir

LEBE FREIHEIT
deine
Moni

PS:

Ich freue mich riesige, dass du heute bei Segelpodcast.com dabei warst. Schau was ich dir hier kostenfrei rund ums Thema Segeln noch zur Verfügung stelle.

Neben den Shownotes findest du zum Beispiel im Downloadbereich nützliche Dokument, auch die Fragebögen zu einigen Scheinen und wenn du mir deine Mailadresse anvertraust, die du gleich hier rechts in das Formular eintragen kannst, (ich verspreche, deine Adresse ist bei mir sicher) dann schenke ich dir meine TOP TEN SEGEL WEB ADRESSEN in einem PDF Dokument und in dem Newsletter, den ich dir dann ab und zu schicke gibt es auch weitere nützliche Infos zum Thema SEGELN.

Und als Ausklang stelle dir folgendes vor:

Spüre den Wind um die Nase, höre das Plätschern der Wellen in deinen Ohren und lasse deinen Blick über den Horizont schweifen. Du segelst und lebst FREIHEIT.

Bis zum nächsten mal

deine Moni

Veröffentlicht von

www.segelpodcast.com

Bei Segelpodcast.com von und mit Monika Bubel bekommst du mein gesamtes Segel Wissen und das von meinen Interviewpartnern. Egal ob du schon segelst oder es lernen möchtest, hier bist du genau richtig, wenn du in erlebten Geschichten mehr übers Segeln erfahren möchtest. Bootsführersschein. Sicherheit. Bordleben sind nur einige der Themen. Ich berichte auch von meinen aktuellen Erlebnissen unterwegs und werde immer mal wieder über meine Lieblinge die Wale und Delfine reden. Ich freue mich auf DICH. Einschalten. Zuhören. Relaxen. Lernen. Inspirieren lassen. Tun und FREIHEIT leben. Ich freue mich auf deine Kommentare, Monika

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