019 – Segellexikon Buchstabe F,G,H

019 – Segellexikon Buchstabe F,G,H

In Folge 019 – Segellexikon Buchstabe F,G,H bespeche ich ein paar Segelbegriffe, die mit den Buchstaben F,G,H beginnen.

Buchstabe F

Faden
In alten englischen Seekarten noch gebräuchliches Längenmaß. 1 Faden = 1,85 m.

Fahrt
Ist die Geschwindigkeit eines Schiffes, gemessen in Knoten (kn = sm/h).

Fahrwasser
Schifffahrtswege, die durch grüne und rote Zeichen (laterale Zeichen) begrenzt sind. Alle für die durchgehende Schifffahrt bestimmten Wasserflächen im Binnenland sind auch Fahrwasser. In der Seeschifffahrtsstraßen Ordnung (SeeSchStrO) ist für Deutschland geregelt, dass Fahrzeuge im Fahrwasser Vorfahrt vor Fahrzeugen haben, die das Fahrwasser queren, darin einlaufen oder wenden oder ihren Anker- oder Liegeplatz verlassen. Die Voraussetzung ist aber, dass das Fahrzeuge dem Fahrwasserverlauf folgt und nicht mehr als 10° von der Fahrwasserrichtung abweicht.

Fall
Bezeichnet zum einen eine Leine zum setzen eines Segels. Dabei trägt jedes Fall den Namen des zugehörigen Segels. Es gibt also Großfall, Fockfall, Spinnakerfall und auf Jollen auch das Schwertfall, mit dem das Schwert bewegt wird. Die Mehrzahl von Fall ist Fallen.
Die zweite Bedeutung ist der Ausdruck Mastfall, der die Neigung eines Mastes in Längsschiffrichtung meint.

Fender
Ein Schutzpolster das verhindern soll, dass die Außenhaut des Schiffsrumpfes irgendwo dran stößt oder scheuert. Ein Fender kann länglich oder rund sein (Kugelfender). Hauptsächlich werden Fender beim Anlegen verwendet, um Schäden an der Bordwand zu vermeiden. Es kann aber auch sein, dass ein Fender mal zweckentfremdet wird, weil er schwimmt und beim Mensch über Bord Manöver kurzerhand über Bord fliegt und bei erfolgreichem Manöver wieder aufgepickt wird. Manch ein Skipper gibt seinem Fender sogar einen eigenen Namen 🙂

Festmacher
Sind Leinen, die eine hohe Bruchlast besitzen und zugleich dehnbar sein müssen und beim Festmachen des Bootes gewährleisten, dass es nicht vertreibt.

Fieren
Mit Fieren wird das kontrollierte Nachgeben einer Leine bezeichnet, man gibt Lose. Eine Schot wird dann gefiert, wenn das Segel zu dicht geholt wurde oder wenn man Druck aus dem Segel haben möchte, das nennt man dann auffieren.

Flut
Die Flut bezeichnet das Auflaufen des Wassers in einer Gezeit. Flut ist demnach der Teil einer Gezeit zwischen dem Niedrigwasser und dem anschließenden Hochwasser.

Freibord
Damit wird der Teil der Bordwand bezeichnet, der in aufrechter Schwimmlage über der Wasserlinie liegt. Je geringer der Freibord desto eher kommt Wasser über, daher sind Boote mit geringer Freibordhöhe nur für geschützte Küstengewässer geeignet. Eine größere Freibordhöhe erhöht auch die Stabilität.

Fock
Mit Fock wird ein dreieckiges Vorsegel bezeichnet, das vor dem Mast steht. Sie wird am so genannten Vorstag gesetzt und ist ein Haupt- bzw. Arbeitssegel. Bei Jollen und den meisten Yachten ist die Fock vor dem Großsegel das einzige Vorsegel. Auf größeren Seglern und bei einem Kutter ist die Fock das untere bzw. das achtere der Vorsegel.

Fuß
Ist ein Längenmaß, das auch für Yachten verwendet wird. 1 Fuß sind 30,5 cm oder 12 Zoll. 3 Fuß sind 1 Yard.

Buchstabe G

Gefahrenstelle
Ist zumeist eine Untiefe, also flaches Wasser oder ein Wrack. Vor einer Gefahrenstelle wird mit Seezeichen aus dem Kardinalsystem gewarnt.

Genua
Mit Genua bezeichnet man ein sehr großes Vorsegel, das vor dem Mast steht.

Gezeiten
Sind die Wasserstandsänderungen, die bei den Bahnbewegungen von Sonne, Erde und Mond durch das Zusammenwirken von Massenanziehung und Fliehkraft entstehen. Gezeit ist demzufolge der Wasserstand an einem bestimmten Ort.

GFK (Glasfaser verstärkter Kunststoff)
Ist ein weit verbreitetes Baumaterial für Boote. Die äußere Schutzschicht, das Gelcoat, entscheidet über die Qualität des GFK. Das Laminat über seine Festigkeit. Die Eigenschaften von GFK sind: Es ist leicht zu handhaben, billig, stabil, witterungsbeständig und besitzt eine hohe Festigkeit.

Gieren
Ungewolltes Ausscheren eines Bootes aus seinem Kurs. Diese Kursabweichungen entstehen durch den Winddruck, dann wird das Schiff zum Beispiel luvgierig oder durch Seegang.

Gischt
Mit Gischt wird das Spritzwasser bezeichnet, das bei starkem Wind von den Wellenkämmen wegweht. Sie ist mit Luft durchsetzt und weiß, beeinträchtigt die Sicht ist aber wesentlich ungefährlicher als Seeschlag.

Buchstabe H

Hafenmeister
Er oder sie verwaltet und beaufsichtigt den Hafen, teilt Liegeplätze zu und kassiert das Hafengeld (also die Liegekosten in der Marina) und ist vom Eigentümer des Hafens beauftragt.

Halber Wind
Bei halbem Wind kommt der scheinbare Wind von der Seite also im Winkel um die 90°. Die Schoten werden so weit aufgefiert, dass die Segel nicht killen also flattern. Wer Jolle fährt sollte das Schwert etwa zur Hälfte herunterlassen.

Hals
Die vordere untere Ecke eines dreieckigen Segels wird als Hals bezeichnet. Er ist meist fest angeschlagen.

Halse
Die Halse ist ein Segelmanöver, bei dem das Boot bei Raumwindkursen, also Wind von hinten, mit dem Heck durch den Wind dreht und die Segel die Seite wechseln. Bei der Wende geht das Schiff mit dem Bug durch den Wind. Da das Großsegel vor Beginn der Halse weit offen steht, um den Wind von hinten einzufangen, muss bei der Halse der Großbaum unbedingt erst dicht geholt werden, damit er nicht auf die andere Seite schlägt. Passiert dieses Umschlagen auf die andere Seite ungewollt, spricht man von einer Patenthalse.

Heck
Das Heck ist das hintersten Ende eines Bootes. Vorne ist der Bug.

Hoch oder Hochdruckgebiet oder Antizyklone
nennt man ein Gebiet relativ hohen Luftdrucks. Es entsteht häufig aus absinkender Kaltluft, die sich erwärmt und dabei trocknet.

Hoch am Wind
Das Segel steht im spitzen Winkel gegen den Wind. Das sind so zwischen 40 und 50 Grad. Hoch am Wind ist, wenn man den kleinsten Winkel der Bootsachse zum Wind herstellt und trotzdem keine Geschwindigkeit verliert.

Höhe laufen
Auf Amwindkurs so steuern, dass man ohne nennenswert an Fahrt zu verlieren vorwärts kommt.

Hundewache
So wird die Wache bei einem Nachttörn bezeichnet bei der normalerweise nur Hunde wachen. Zwischen 00 und 4 Uhr.

Das war jetzt Folge 019 – Segellexikon Buchstabe F,G,H.
Je mehr Buchstaben ich hier bearbeite, desto wichtiger erscheint es mir, dass alle Seglerinnen und Segeler diese Segelbegriffe auch kennen. Wenn du auch dieser Meinung bist, dann teile doch diesen Beitrag mit deinen Segelfreunden und vor allem mit den Wasserbegeisterten, die Segeln lernen möchten.

Ich danke dir schon einmal herzlich dafür und wünsche dir.

LEBE FREIHEIT

deine Moni

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Und als Ausklang stelle dir Folgendes vor:

Spüre den Wind um die Nase, höre das Plätschern der Wellen in deinen Ohren und lasse deinen Blick über den Horizont schweifen. Du segelst und lebst FREIHEIT.

Bis zum nächsten Mal

deine Moni

Veröffentlicht von

www.segelpodcast.com

Bei Segelpodcast.com von und mit Monika Bubel bekommst du mein gesamtes Segel Wissen und das von meinen Interviewpartnern. Egal ob du schon segelst oder es lernen möchtest, hier bist du genau richtig, wenn du in erlebten Geschichten mehr übers Segeln erfahren möchtest. Bootsführersschein. Sicherheit. Bordleben sind nur einige der Themen. Ich berichte auch von meinen aktuellen Erlebnissen unterwegs und werde immer mal wieder über meine Lieblinge die Wale und Delfine reden. Ich freue mich auf DICH. Einschalten. Zuhören. Relaxen. Lernen. Inspirieren lassen. Tun und FREIHEIT leben. Ich freue mich auf deine Kommentare, Monika

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