012 – Safety first – Mein Dritter Toern

012 – Safety first – Mein Dritter Toern

Heute geht es bei Folge 012 – Safety first – Mein Dritter Toern darum, dass du immer gut auf dich aufpassen sollst, sobald du in der Marina und dann auch auf einem Boot bist. Und ich sage dir auch gleich warum.

Ich hatte ja in Folge 009 von meinem SKS Pruefungstoern berichtet. Alle Prüflinge hatten die praktische Prüfung bestanden und sind am Samstag den 08.10.2011 alle nach Hause gefahren. Nur ich und der Skipper der Prüfungsyacht blieben noch in der Marina Toft in der Nähe von Flensburg, allerdings schon in Dänemark.
Ich konnte sogar auf meinem Schiff bleiben und der Skipper der Prüfungsyacht siedelte um. Ich blieb, weil ich noch einen Törn dranhängen wollte, wo ich schon mal da war.

Ich habe ja glaube ich schon erwähnt, dass ich ein recht sparsamer Mensch war, zu der Zeit und da sowieso Ferien waren und die Kinder bei meinem Mann gut versorgt dachte ich, ich könnte noch ein bisschen Meilen und Erfahrungen sammeln.

Die Crew kommt an

Auf der Crewliste, die ich vom Skipperteam etwa zwei Wochen vor diesem Törn per Post bekam, standen neben dem Skipper und mir noch zwei Männer und eine Frau. Schön, dachte ich, dann haben wir ja viel Platz. Es stellte sich dann heraus, dass wir ein Pärchen hatten und noch ein Schweizer türkischen Ursprungs kurzentschlossen gebucht hatte. Im nachhinein wäre er vielleicht froh gewesen er hätte das nicht gemacht.

Das Pärchen kam aus Hamburg und brachte einen Teil der Einkäufe für die Woche mit dem Auto mit und der junge Mann aus Magdeburg brachte auch einen großen Teil, er kam allerdings mit dem Taxi und hatte auch noch das Pech, dass der Fahrer in an die falsche Marina gefahren hat.

Irgendwann nachmittags waren wir dann vollständig. 6 Leute auf einer Sun Odyssey 43 ohne Cockpittisch, den hatten wir ja in der Woche zuvor aus seiner Verankerung gerissen – aus versehen natürlich.

Nach dem ersten Kennen lernen, der Kojenaufteilung (ich war mit dem Schweizer zusammen in der Backbord Achterkabine), der Einweisung in die Yacht und der Sicherheitseinweisung schwatzten wir noch ein bisschen und freuten uns alle auf den Törn. Es war zwar recht frisch aber dafür gibt es ja Klamotten, die ich zur genüge dabei hatte.

Unfall

Schon als ich am nächsten Morgen aufwachte war ein wenig Hektik an Bord. Nicht wegen des Frühstücks und dem geplanten Ablegen in ca. einer Stunde sondern wegen des Unfalls meines Kajütennachbarn. Er wollte wohl auf die Toilette gehen. Die Yacht lag mit dem Heck zum Steg und war mit zwei Achterleinen hinten und zwei Leinen am Bug an Pfählen befestigt.
Der Abstand zum Steg war aber recht weit und es gab auch ein wenig Höhenunterschied. Ich weiß noch, dass ich immer auf einen Pfahl getreten war und dann erst auf den gelatteten Holzsteg stieg.
Ich weiß nicht wir mein Nachbar es gemacht hat, auf jeden Fall ist er beim Übersteigen zum Steg ganz blöd ausgerutscht, es waren auch nur knapp über 0 grad und hat sich voll das Schienbein angestoßen. Er hatte wohl Schmerzen, wollte aber trotzdem mit fahren und es schien auch erst mal alles in Ordnung.

Für mich war das gleich schon noch mal die Lehre, pass auf wenn du von Bord gehst. Mir war auch schon aufgefallen, dass es ziemlich glatt war und ich war auch sehr vorsichtig beim Übersteigen, aber dieser Unfall hätte auch mir passieren können.

Los geht´s

Wir legten also nach dem Frühstück ab und hatten einen herrlichen Segeltag hinüber zur Insel Ærø. Wir steuerten das Städtchen Søby im Norden der Insel an und ich übte mich fleißig im Steuern, wie die anderen auch, außer dem Schweizer. Er saß die ganze Zeit in seinem Skianzug im Cockpit und bewegte sich kaum. Er hatte scheinbar eine oder sogar mehrere Schmerztabletten genommen, es schien mir aber so, als hätte er heftige Schmerzen. Die Wellenbewegungen machte es ihm auch nicht gerade leichter.

In Søby angekommen versorgten wir die Yacht und uns. Und gingen irgendwann schlafen. Der Schweizer schlief aus Rücksicht zu mir im Salon, er wollte mich nicht stören.

Was muss der für eine Nacht gehabt haben. Am nächsten Tag gings nicht mehr. Der Hafenmeister war so freundlich und fuhr ihn mit dem Magdeburger zusammen ins einzige Krankenhaus der Insel nach Ærøskøbing. Wir blieben dann den ganzen Montag im kleinen Søby, weil wir ja nicht wussten was mit ihm wird.

Es stellte sich heraus, dass das Schienbein gebrochen war und die Ärzte gaben ihm hohe Schmerzmittel und behielten ihn im Krankenhaus. Ich brachte ihm mit dem Bus seine Sachen ins Krankenhaus, da ging es ihm schon ein bisschen besser, aber der Törn war für ihn zu Ende.

Nur wenig Meilen gesammelt

Dienstag segelte der Rest der Mannschaft rund um die Insel zum Ort Ærøskøbing. Dort besuchten ein paar von uns den Schweizer noch einmal, es ging ihm schon besser. Allerdings sass er ja jetzt auf einer Insel fest. Ein Familienmitglied wollte ihn in den nächsten Tagen dort abholen (von der Schweiz kommend und noch auf eine Insel müssend).

Wir konnten dann auch nicht gleich wieder los, weil und der Wind einen Strich durch die Rechnung machte und so segelten wir Freitag wieder zurück in die Marina Toft. Insgesamt schafften wir so 132 Seemeilen, was ich nicht so toll fand, aber in Anbetracht dieses Unfalls natürlich absolut O.K. war.

Und die Moral von der Geschicht

Pass auf dich auf und handele gleich, solang du noch Festland unter den Füßen hast.

Ausklang

Ich weiß leider nicht, was aus dem Schweizer geworden ist, es war sein allererster Törn, er hatte noch keinerlei Ahnung vom Segeln. Ich hoffe es geht ihm heute gut und er ist trotzdem Segler geworden.

Für mich war der Törn sehr lehrreich allerdings weniger seglerisch sondern mehr auf der meschlichen Seite. Die Leute waren alle super und haben wie ein Team gehandelt. Und das ist auch das schöne am Segeln. Die Hamburger mit dem Auto nahmen mich und den Skipper freundlicherweise noch mit zum Hamburger Bahnhof, so hatte ich mir wieder das Taxi zum Flensburger Bahnhof gespart und ich fuhr dann nach Hause und es dauerte wieder eine Weile bis zu meinem nächsten Törn, von dem ich dir demnächst berichten werde.

Dir möchte ich auf deinem Weg mit geben, pass auf dich auf und sei immer achtsam mit dir, vor allem beim Segeln und natürlich wünsche ich dir wie immer,

LEBE FREIHEIT

deine Moni

PS:

Ich freue mich riesige, dass du heute bei Segelpodcast.com dabei warst. Schau was ich dir hier kostenfrei rund ums Thema Segeln noch zur Verfügung stelle.

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Und als Ausklang stelle dir folgendes vor:

Spüre den Wind um die Nase, höre das Plätschern der Wellen in deinen Ohren und lasse deinen Blick über den Horizont schweifen. Du segelst und lebst FREIHEIT.

Bis zum nächsten mal

deine Moni

Veröffentlicht von

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Bei Segelpodcast.com von und mit Monika Bubel bekommst du mein gesamtes Segel Wissen und das von meinen Interviewpartnern. Egal ob du schon segelst oder es lernen möchtest, hier bist du genau richtig, wenn du in erlebten Geschichten mehr übers Segeln erfahren möchtest. Bootsführersschein. Sicherheit. Bordleben sind nur einige der Themen. Ich berichte auch von meinen aktuellen Erlebnissen unterwegs und werde immer mal wieder über meine Lieblinge die Wale und Delfine reden. Ich freue mich auf DICH. Einschalten. Zuhören. Relaxen. Lernen. Inspirieren lassen. Tun und FREIHEIT leben. Ich freue mich auf deine Kommentare, Monika

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