010 – Segellexikon Buchstabe A

010 – Segellexikon Buchstabe A

Mit Segellexikon Buchstabe A möchte ich den Anfang machen dir die Seglersprache näher zu bringen. Als ich mit dem Segeln begann waren die ganzen neuen Begriffe wie eine Fremdsprache für mich und es hat ewig gedauert, bis ich die Begriffe gelernt habe. Daher möchte ich es dir einfacher machen und vertone nun die einzelnen Buchstaben. So entsteht ein Segellexikon auf meinem Blog und du kannst dir die Begriffe jederzeit und so oft du möchtest anhören oder sie nachlesen.

Viel Spaß beim “lernen”

A- Katamaran

Mit A-Katamaran bezeichnet man eine international anerkannte Klasse der Katamarane. Dieser ist für eine Person, ist 5,49 Meter lang und 2,30 Meter breit, hat ein Gewicht von mindestens 75 Kilogramm segelfertig und eine Segelfläche von maximal 13,94 Quadratmeter. Weitere Katamaran-Klassen sind B – C und E Katamarane, die ich aber nicht näher besprechen möchte

Abbacken

Mit Abbacken bezeichnet man das Abräumen und Spülen des Geschirrs vom Back wobei eine Back in der Seemannssprache entweder ein Aufbau auf dem Vorschiff ist oder ein Tisch in einer Kammer, in einem Wohndeck oder einer Messe. Das abbacken umfasst auch das Verstauen des übrig gebliebenen Proviants und der Küchenutensilien durch die Backschaft, das sind die Leute an Bord, die sich um den Abwasch kümmern.

Abbringen

Beim Abbringen wird ein Schiff, dass sich fest gelaufen hat oder auf Grund sitzt wieder frei gemacht. Das sogenannte frei machen kann erfolgen durch Ballast abwerfen, also leichter machen des Schiffs oder dadurch, dass man das Gewicht auf die Seite verlagert, so dass es krängt. Wenn das nicht funktioniert wird fremde Hilfe durch abschleppen benötigt.

Abblenden

Abblenden bezeichnet das Verdunkeln nach außen scheinender Schiffslichter, besonders farbiger. Es dient dazu, entgegenkommende Schiffe oder auch die eigenen Besatzung nicht zu Blenden oder zu Täuschen. Die Schiffsseitenfenster und Bullaugen sind dafür mit Klappen, sogenannten „Blenden“, ausgestattet, welche auch zum Schutz bei schwerem Seegang dienen. Außerdem machen sich Schiffe von Marine, Zoll oder Polizei unsichtbar und blenden ab, damit sie ihren Standort nicht verraten.

Abdecken

wenn ein Schiff in den Windschatten oder den Abwind des eigenen Schiffes kommt, spricht man von Abdeckung. Mein Segel holt dem anderen sozusagen den Wind weg.

Abdrift

Die Abdrift ist das seitliche Abtreiben eines Bootes, das durch den Wind verursacht wird. Sie hängt vor allem von der Form des Unterwasserschiffes ab. Wenn das Boot einen Kiel hat wirkt dieser der Abdrift entgegen, das heißt das Boot wird nicht so stark zur vom Wind abgewandten Seite (Leeseite) abgedrängt.

Abfaden

Mit dem Längenmaß Faden wird die Wassertiefe im Fahrwasser gemessen, das nennt man dann abfaden

Abfallen

Abfallen ist das Wegdrehen des Bugs vom Wind. Wobei der Bug das meist strömungsgünstig geformte Vorderteil eines Schiffsrumpfes ist. Und das hintere Teil eines Schiffes wird mit Heck bezeichnet. Das Boot läuft also nicht zum Wind hin (nach Luv) sondern es dreht vom Wind weg (nach Lee). Ganz abfallen bedeutet, dass das Boot genau vor dem Wind fährt. Der Wind kommt also genau von hinten.

Abflauen

Wenn der Wind nachlässt flaut er ab. Abflauen ist also, wenn die Geschwindigkeit des Windes geringer wird.

Abgreifen

Wenn man mit einem Zirkel auf der Seekarte eine Entfernung messen möchte nennt man das abgreifen. Du öffnest den Zirkel und stichst in Punkt A und öffnest den Zirkel so weit bis du Punkt B erreicht hast. Mit dieser abgegriffenen Strecke kannst du dann am Seekartenrand die Distanz von A nach B ablesen.

ablandig – auflandig

Wenn der Wind vom Land kommt ist er ablandig. Kommt er von See ist er auflandig, weht also auf das Land.

Ablenkung

Die an Bord befindlichen Eisenteile lenken die Nadel des Magnetkompasses ab. Das nennt man Ablenkung. In sogenannten Ablenkungstabellen findet man die genaue Ablenkung eines Schiffes bezogen auf den gerade gesegelten Kurs. Diese Tabelle muss vor Fahrt erstellt werden.

Abloten

So bezeichnet man das ausmessen der Wassertiefe mit einem Lot in einem Fahrwasser.

Abreiten

Im Sturm reitet man die Wellen ab, das nennt man Abreiten. Damit das Schiff einigermaßen gut durch die Wellen kommt und nicht zu schnell wird legt man einen Treibanker oder eine Trosse (Seil) nach hinten raus also achteraus.

Abschlagen

Abschlagen ist das Abnehmen der Segel. Das Gegenteil ist aufschlagen.

Abtakeln

Beim Abtakeln nimmt man alle Leinen vom Mast ab. Also das gesamte stehende und laufende Gut.

Abwettern

Beim Abwettern wird versucht einem Sturm und/oder schweren See angemessen zu begegnen. Noch besser ist auszuweichen.

achteraus

Achteraus ist was vom Schiff aus nach hinten ist oder sich hinter dem Schiff befindet. Das Gegenteil von achteraus ist voraus.

Achterleine

Die Achterleine führt vom Heck achtern, also nach hinten zum Land (bzw. an einen Pfahl). Die Achterleine ist  eine Festmacherleine am Heck angebracht im Gegensatz zur Vorderleine. Die Achterleine wird auch als Heckleine bezeichnet.

achterlich

Mit achterlich wird alles bezeichnet was von hinten kommt. Zum Beispiel achterlicher Wind.

achtern = hinten

achtern liegt hinter dem eigenen Standpunkt.

Achterspring

Die Achterspring ist eine Leine zum Festmachen eines Schiffes an Land. Sie führt vom Heck (hinterer Teil) des Schiffes nach vorn an Land. Die Achterspring und die Vorspring- die nach vorne geht verhindern, dass sich das Schiff auf einer der Seiten zu sehr dem Land annähert, selbst bei ungünstigen Wetter- und Strömungsverhältnissen.

Achterstag

Das Achterstag verläuft von der Mastspitze bis zum Heck. Es soll dem Mast Halt gegen die von achtern – also von hinten – ankommenden Winde geben. Das Achterstag kann auch mehr angespannt werden, um den Mast nach hinten zu beugen.

Achtknoten

Ein Knoten, der aussieht wie eine Acht und zum Beispiel das Ausfransens einer Leine am Ende verhindert oder was sehr wichtig ist verhindert, das eine Leine durch einen Block oder ein Auge ausrauscht. Der Achtknoten hält also die Leine da wo sie sein soll.

Ankerball

Der Ankerball ist ein schwarzer Signalball. Er muss von ankernden Schiffen am Tage gesetzt werden. Der Ankerball soll so hoch gesetzt werden, dass er rundum gut sichtbar ist. In der Nacht wird das Ankerlicht an gemacht.

Ankerkette

Die Ankerkette verbindet das Boot mit dem Anker. An der Ankerkette wird der Anker ins Wasser gelassen. Sie hält durch ihr Gewicht den Anker gegen den Zug des Schiffes auf Grund. Im Vergleich zur Ankertrosse hat die Ankerkette den Vorteil, dass bei gleicher Haltekraft ein geringeres Verhältnis von Wassertiefe zu Kettenlänge besteht (1:3); es besteht ein geringerer Platzbedarf beim Schwojen (das ist die Bewegung des Schiffes in alle Richtungen) am Ankerplatz und es besteht keine Bruchgefahr.

Ankerlicht

Das Ankerlicht oder auch Ankerlaterne ist ein weißes Licht, das in der Nacht von ankernden Schiffen gesetzt wird. Dieses Licht muss so hoch angebracht werden, dass es rundum gut sichtbar ist. Am Tag wird der Ankerball gesetzt.

Anluven

Anluven ist zum Wind hin. Das anluven bringt also den Bug höher an den Wind. Das Gegenteil von anluven ist abfallen.

Auffieren

Auffieren ist das Lockern, oder ganz los lassen der Leine oder Schot. Oft wird das auffieren auch einfach nur fieren genannt. Mit fier auf die Großschot soll demnach die Leine, mit der man das Großsegel bedient, geöffnet werden, es soll mehr Leine gegeben werden.

Aufschießen

Das Aufschießen hat zwei Bedeutungen. Zum einen wenn man die Seile, Leinen Taue ordentlich zusammenlegt und zum anderen wenn man den Bug des Schiffes genau in die Richtung bringt aus der der Wind kommt und die Segel dann flattern lässt. Das Boot kommt bei einem Aufschiesser zum Stillstand oder läuft sogar langsam zurück.

Ausrauschen

Wenn eine Leine, eine Trosse eine Kette aus ihrer Führung unkontrolliert und schnell herausrutscht, dann wird das als Ausrauschen bezeichnet. Daher sollte man ja auch einen Achtknoten zur Sicherheit ans Ende der Leine usw. machen.

Ausreiten

Damit eine Jolle aufrecht weiter segeln kann wenn der Winddruck stärker wird reitet man aus. Beim Ausreiten lehnt man sich weit über die Schiffswand nach Luv, also zum Wind hin. Zum Ausreiten gibt es auf dem Boot Ausreitgurte, Ausreithandgriffe oder Ausreitklappsitze.

Ausweichregeln

Die Ausweichregeln regeln das Wegerecht nach den Bestimmungen der Kollisionsverhütungsregeln, kurz KVR oder der Seeschiffahrtsstraßenordnung (SeeschstrO) bzw. der Wettsegelbestimmungen.

Die KVR werde ich dir demnächst von mir gesprochen im Downloadbereich zur Verfügung stellen.

So das waren mit die wichtigsten Ausdrücke meines Segellexikon Buchstabe A

Veröffentlicht von

www.segelpodcast.com

Bei Segelpodcast.com von und mit Monika Bubel bekommst du mein gesamtes Segel Wissen und das von meinen Interviewpartnern. Egal ob du schon segelst oder es lernen möchtest, hier bist du genau richtig, wenn du in erlebten Geschichten mehr übers Segeln erfahren möchtest. Bootsführersschein. Sicherheit. Bordleben sind nur einige der Themen. Ich berichte auch von meinen aktuellen Erlebnissen unterwegs und werde immer mal wieder über meine Lieblinge die Wale und Delfine reden. Ich freue mich auf DICH. Einschalten. Zuhören. Relaxen. Lernen. Inspirieren lassen. Tun und FREIHEIT leben. Ich freue mich auf deine Kommentare, Monika

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