009 – SKS Pruefungstoern

009 – SKS Pruefungstoern

Heute möchte ich dir von meinem zweiten Segeltörn erzählen und das war dann auch schon gleich der SKS Pruefungstoern.
Und das kam so.
Ich hatte ja den SBF See zuerst gemacht und dann den SBF Binnen und nun hatte ich auf meinem ersten Törn auf den Kanaren so richtig Blut geleckt und irgendwie war klar, ich muss da weiter machen.

Und dann habe ich die Entscheidung getroffen den SKS (Seeküstenschifferschein) zu machen. Und da benötigt man ja zunächst einmal 300 Seemeilen bevor man sich für die Prüfung anmelden kann und ich hatte die 300 sm ja schon gemacht, auf den Kanaren. Da ich ja den SBF See schon hatte als ich meinen Ersten Törn machte, bekam ich die 324 Seemeilen von diesem Törn angerechnet. Das war für mich nun sehr günstig, da war ich dann nämlich nicht mehr darauf angewiesen einen Törn zu machen, bei dem dann auch 300 sm bescheinigt werden.

Normalfall wäre, du hast den SBF See gemacht und suchst dir dann einen Törn bei dem du dich auf den SKS vorbereitest UND die 300 sm zusammen bekommst.

Das Skipperteam bietet das an, sie sind auch sehr günstig. Und ich habe mir in den Herbstferien (wegen meiner Kinder) den SKS Törn ausgesucht.

Anreise

Und so bin ich am 01.10.2011 nach Flensburg gefahren. Mit dem Zug. Natürlich hatte ich das frühzeitig gewusst und konnte bei der Bahn (ich habe die Bahncard 25) eine günstige Verbindung finden bis Flensburg (pro Weg 21,75 Euro).

Von Flensburg hätte ich eigentlich mit dem Taxi in die Marina Toft (Dänemark) fahren müssen, aber weil ich ja die Crewliste schon vorab hatte, setzte ich mich mit meinem Mitsegler, der in Flensburg wohnte, in Verbindung und wir verabredeten, dass er mich am Bahnhof hab holt. Was er dann auch gegen 8 Uhr morgens getan hat.
Wir fuhren dann zu seinem Freund und Mitsegler in einen Ort in Dänemark, ganz in der Nähe und machten nach einem köstlichen Frühstück die Besorgungen, die auf der Einkaufsliste vom Skipperteam standen.

Gegen 14 Uhr waren wir dann, wie gewünscht an der Marina Toft, machten uns mit dem Skipper bekannt, der zufällig mein Skipper vom ersten Törn war, und bezogen schon mal die Kojen und verstauten die eingekauften Sachen. Ein Schweizer kam nachher noch dazu. Das was so ein junger drahtiger Mann und unsere Mannschaft war komplett.

Wir waren dann 5 Leute an Bord und nach dem ersten kennen lernen haben wir dann noch die Sicherheitseinweisung gemacht und an Bord zu Abend gegessen und am nächsten Morgen ging es dann auch schon los.

Los geht es – Hinaus in die Dänische Südsee

Der Skipper war bereit schon gleich am ersten Tag eine Menge Meilen zu machen und wir sind zwar viel motort, da der Wind nicht passte aber wir fuhren in die Nacht hinein und das ist in der Ostsee richtig klasse mit den ganzen Lichtern die da die Schifffahrtswege markieren. Mit Oberfeuer und Unterfeuer und Sektorenfeuer und so. Also das war für mich hoch spannend. Ich war auch sehr gerne am Steuer. Ich bin sowieso ein Nachtmensch. Ich mag das sehr gerne wenn es dunkel ist und Lichter um mich leuchten – Sterne reichen mir auch 🙂

Ja und dann sind wir bis 12 Uhr Nachts unterwegs gewesen. Hatten unterwegs schon ein paar Übungen gemacht und legten in einer Marina an, die unser Skipper schon kannte (daher war es auch gar kein Problem in der Nacht da rein zu fahren).

Und so hatte ich schon mal einen super ersten Tag.

Mit viel Üben und einem Zwischen Fall zurück

Und auf dem Rückweg hatten wir dann genügend Zeit uns mit dem Schiff vertraut zu machen, unsere Übungen zu machen, die später geprüft werden würden und wir hatten sogar ein Ankermanöver gemacht.

An und Ablegen. Boje über Bord Manöver. Auf der Stelle fahren…

Bei dem Törn war das jetzt so, wir waren nur zwei Prüflinge an Bord. Der Deutsche, der in Dänemark lebte wollte keinen Schein machen und die Schweizer haben ein anderes Ausbildungssystem und unser Schweizer brauchte keine Prüfung zu machen (er musste Logbuch führen).

Und da die zweite Prüfungsyacht nur 4 Prüflinge an Bord hatte machten die Skipper schon recht früh untereinander aus, dass der Flensburger und ich am Donnerstag über Tag auf der anderen Yacht mit übten, um dann am Freitag auf deren Yacht die Prüfung zu machen.

Auf dem Weg nach Sonderborg hatten wir auch einmal ordentlichen Wind und es gab dann noch einen kleinen Zwischenfall (haha, fast Wort Wörtlich zu nehmen…).

Und das kam so.

Der Tisch im Cockpit oben war schon von Anfang an locker und wir trauten uns schon die ganze Zeit nicht uns daran abzustützen. An dem Tisch war auch eine Menge Elektronik dran.

Und wie das dann so ist…. Ich war am Steuer. Ich hatte auch schon ein paar Ladungen Wellen überbekommen (gut dass ich meine Naßklamotten an hatte 🙂 )  Amwind Kurs und ich suchte mir eine Landmarke, um gut zu Steuern (da fällt mir ein schon hier bei meinem zweiten Törn hatte mich mein Skipper gelobt, dass ich den Kurs gut halten kann, freu). Und auf einmal kam ne große Welle die unsere Yacht ganz schön getroffen hat und der Mann aus Dänemark konnte sich nicht mehr halten und ist voll gegen diesen Tisch an Deck geknallt. Der riss aus seiner Verankerung und lag dann quer im Cockpit. Der aus Dänemark hatte vermutlich heftige Schmerzen es war ihm aber nichts Ernstes passiert.

Jetzt hatten wir diesen Tisch da rumliegen und die Elektronik war ja da noch dran. Also das war dann eine Herausforderung. Aber der Skipper und der in Flensburg wohnte waren schon klasse. Ich finde das übrigens immer am Besten welchen Menschen man da so auf einer Yacht begegnet.

Also der aus Flensburg war Techniker auf dem Forschungsschiff Sonne und schaffte es dann auch in den nächsten zwei Tagen die Elektronik so ab zu klemmen, dass die Jungs alle zusammen den Tisch hinten auf der Badeplattform befestigen konnten. Die brauchten wir sowieso nicht, es war nämlich ziemlich kalt.

Ja, solche Erlebnisse hat man dann immer mal wieder so zwischendrin auf einem Segeltörn.

Umsteigen Bitte 🙂

Und dann sind wir nach Sonderborg und haben uns am Donnerstag mit der Prüfungsyacht vertraut gemacht. Wir waren dann insgesamt 6 Prüflinge auf diesem SKS Pruefungstoern. Wir übten in der Sonderborg Bucht (in der die anderen schon tagelang ihre Runden drehten) noch mal alle prüfungsrelevanten Manöver und ich fühlte mich sehr gut vorbereitet.

Der Flensburger und ich hatten auch vorher schon viel geübt, da wir ja auch nicht so Viele an Bord waren. Der aus Dänemark wollte nie ans Steuer, der Skipper geht normal selten ans Steuer und so waren wir auf unserer Yacht nur drei Leute, die sich regelmäßig am Steuer abgewechselt hatten.

Ich hatte auch nicht nur praktisch sondern auch theoretisch bei diesem Törn insgesamt super viel gelernt.

Während der Flensburger und ich uns an dem Donnerstag mit der Prüfungsyacht vertraut machten wollte der Schweizer unbedingt noch mal raus und vor allem alleine segeln (natürlich mit Unterstützung, bei Bedarf, von seinen beiden Mitseglern). Und so hatten auch die drei ihren Spaß an dem Tag.

Prüfungstag

Am nächsten Morgen kamen dann die Prüfer nach Sonderborg. Sie kamen auch gleich zu uns an Bord. Dann wurden die Formalitäten erledigt, der Ausweis wird gezeigt, damit die Prüfer sehen, dass du auch wirklich die Person bist, die sich zum SKS Pruefungstoern angemeldet hat. Es wird eine Belehrung gemacht. Ja und dann wird abgelegt. Ein Prüfer prüft die Prüflinge unter Deck theoretisch ein bisschen ab und der andere bleibt oben und sagt dir, was du an Übungen machen sollst. Einer nach dem anderen ist dann dran gekommen. Ich war recht relaxed und hatte auch im praktischen Teil keinerlei Probleme. Bei der Theorie harpert es manchmal schon eher 🙂 wobei ich dazu sagen muss, dass ich die Theorie ja noch gar nicht gemacht hatte für den SKS.

Wir haben dann alle bestanden. Und die Prüfer gingen wieder von Bord. Der Flensburger und ich warteten dann noch eine Weile auf unsere Yacht und dann ging es an dem Tag noch weiter zur Marina Toft zurück, wo wir dann am Abend noch ein bisschen feierten.

So und nun war er vorbei mein SKS Pruefungstoern. Scheen wars…

Crewwechsel

Und am nächsten Morgen hat sich die Besatzung dann wieder in alle Winde zerstreut. Nur ich blieb noch übrig, da ich nur die Yacht wechselte und noch einen Einwochentörn auf meiner Prüfungsyacht dran hängte. Und während da ne Menge los war auf dem Steg sah ich dem Treiben zu, bestaunte noch zwei weitere Yachten vom Skipperteam (insgesamt lagen da 4) und harrte der Dinge die da kommen sollten.

Und was ich bei meinem dritten Törn so alles erlebt habe erzähle ich dir in einer der nächsten Folgen.

Und so wünsche ich dir

LEBE FREIHEIT

deine Moni

PS:

Ich freue mich riesige, dass du heute bei Segelpodcast.com dabei warst. Schau was ich dir hier kostenfrei rund ums Thema Segeln noch zur Verfügung stelle.

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Und als Ausklang stelle dir folgendes vor:

Spüre den Wind um die Nase, höre das Plätschern der Wellen in deinen Ohren und lasse deinen Blick über den Horizont schweifen. Du segelst und lebst FREIHEIT.

Bis zum nächsten mal

deine Moni

Veröffentlicht von

www.segelpodcast.com

Bei Segelpodcast.com von und mit Monika Bubel bekommst du mein gesamtes Segel Wissen und das von meinen Interviewpartnern. Egal ob du schon segelst oder es lernen möchtest, hier bist du genau richtig, wenn du in erlebten Geschichten mehr übers Segeln erfahren möchtest. Bootsführersschein. Sicherheit. Bordleben sind nur einige der Themen. Ich berichte auch von meinen aktuellen Erlebnissen unterwegs und werde immer mal wieder über meine Lieblinge die Wale und Delfine reden. Ich freue mich auf DICH. Einschalten. Zuhören. Relaxen. Lernen. Inspirieren lassen. Tun und FREIHEIT leben. Ich freue mich auf deine Kommentare, Monika

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